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Lokales Havelland Schönwalde-Glien Mehr Wissen über Bienen
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15:23 25.03.2019
Offizieller Akt: Hier wird ein Kompetenzzentrum eröffnet. Darin dreht sich alles um die Bienen. Quelle: Foto: Enrico Berg
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Paaren im Glien

Am Wochenende zog es viele Familien bei bestem Frühlingswetter in den Erlebnispark Paaren, denn traditionell wird dort im März die Saison mit einem Frühlingsfest eingeläutet. Neben dem unterhaltsamen Programm für die ganze Familie gab es zwei neue Highlights im MAFZ zu erkunden.

Schaufenster des ländlichen Raums

Am Sonntag eröffneten das Kompetenzzentrum Biene und die historische Festschmiede. „Wir sehen den Erlebnispark als Schaufenster des ländlichen Raumes”, erklärten die Geschäftsführer des Erlebnisparks Paaren, Ute Lagodka und Steffen Krebs. So habe man sich im Vorfeld viele Gedanken gemacht und recherchiert und sich schließlich für das Kompetenzzentrum Biene entschieden.

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Alles zur Biene

Achtzehn Monate hat es von der Idee bis zur Eröffnung gebraucht. Nun ist das Zentrum den Besuchern zugänglich. Dort hat man ein Forum geschaffen, in dem die Menschen alles rund um die Biene erfahren können. Dabei geht es um solche Themen: Es wird seit einigen Jahren vom Bienensterben berichtet, wie sieht es tatsächlich aus? Was passiert, wenn es keine oder nur noch wenige Bienen gäbe, was bedeutet das für die Menschen und die Natur?

Kooperation mit Imkerverband

Mit dem Landesverband Brandenburgischer Imker e.V. ist der Erlebnispark Paaren eine Kooperation eingegangen. Nun kann hier sach- und fachkundig über die Haltung der Bienen berichtet werden.

Im Kompetenzzentrum selbst werden zum Beispiel Videos gezeigt, die vom Ausschwärmen der Bienen bis zur Entstehung von Honig alles genau erklären. An Aktionstagen kann regionaler Honig verkostet und auch gekauft werden.

Festschmiede zur Braumanufaktur

Nach den Informationen rund um die Bienen ging es am Sonntag zur nächsten feierlichen Eröffnung. 2017 war auf dem MAFZ-Gelände die Historische Braumanufaktur von 1834 eröffnet worden. Im vergangenen Jahr wurde die Brauereischänke eröffnet. Jetzt gibt es eine passende Ergänzung zu diesem Bereich. Neben der Braumanufaktur ist die Festschmiede gebaut worden.

Bei der Eröffnung der neuen Festschmiede. Quelle: Enrico Berg

Zweihundert Quadratmeter im Stil des 19. Jahrhunderts komplettieren das Gesamtbild der Anlage. Der Platz reichte mit der Brauerei und der Schänke nicht mehr aus, und so habe man die Einrichtung eines neuen Bereiches in Betracht gezogen.

Von Amboss bis Zangen

Dabei setzten die Macher wieder auf ein historisches Ambiente. Die Accessoires bestehen aus alten Schmiedesachen wie Zangen, Schraubstöcken, Amboss und einer alten Feldschmiede. Der Innenausbau ist besonders gut gelungen, lobten die ersten Besucher.

Historisches Baumaterial

„Auf Usedom hat der Erlebnispark zwei alte Gutshäuser und eine Scheune abgerissen, das Material ist nach Paaren transportiert worden. Hier wurde es gesäubert und komplett in der Festschmiede verbaut“, berichtete Steffen Krebs. 45 000 Klinkersteine wurden dafür benötigt.

„Das Mauern war nicht immer ganz so einfach, sind doch die alten Klinker nicht alle gleich groß“, erklärte Dietmar Nahrstedt aus Ketzin. Als bauausführender Betrieb hat er die Hoch- und Tiefbauarbeiten erledigt. Auch beim Bau der Brauerei und der Schänke war er schon mit von der Partie gewesen. „Die Deckenkonstruktion besteht aus Rauhspund, das Holz ist nur getrocknet und weder behandelt noch gehobelt, so wie es vor 150 Jahren auch gemacht wurde”, erklärte Krebs.

Förderung durch Landkreis

„Der Landkreis Havelland hat eine Förderung von 50.000 Euro zum Bau der Festschmiede bewilligt”, sagte Heidrun Wobeser, Sachgebietsleiterin Beteiligung/ÖPNV, „es ist hier eine sehr schöne, historische Festschmiede entstanden.“

Die neu eröffneten Räume können neben oder mit der Braumanufaktur genutzt werden. Sie bieten sich für Familien- und Firmenfeiern an, fasst die Festschmiede doch 150 Sitzplätze. So könnte die Schmiede zum Aufbau von Büfetts oder zum Tanzen, für Schulungen oder anderweitige Veranstaltungen genutzt werden. Für die Zukunft ist ein Verkauf von regionalem Obst und Gemüse an den Wochenenden in der historischen Festschmiede geplant.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Geschärfter Blick

Von Hannelore Berg