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Schönwalde-Glien Paarener Pärchen erkunden die Welt auf zwei Rädern
Lokales Havelland Schönwalde-Glien Paarener Pärchen erkunden die Welt auf zwei Rädern
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06:38 28.06.2019
Helga und Erwin Bathe sind vor Jahren auf E-Bikes umgestiegen und sind begeistert. Quelle: Laura Sander
Paaren im Glien

Die Donau entlang, den Bodensee im Blick oder durch bergige Landschaften auf Mallorca: Fünf Paarener Pärchen haben sich dem Radfahren verschrieben. Die „Paarener Pedalisten“, wie sie sich selber nennen, zieht es einmal im Jahr für eine Woche in die Welt hinaus.

19 Touren in 18 Jahren

„19 Touren sind wir in dieser Konstellation bereits gefahren. Jedes Jahr ist ein anderes Pärchen mit der Planung an der Reihe“, erzählt Erwin Bathe, Paarener Urgestein und leidenschaftlicher Radler. „Neben den Reisen unternehmen wir außerdem einmal im Jahr eine längere Tagestour, – das ist jedes Mal eine Überraschung, weil das Ziel ein Geheimnis bleibt, bis es wirklich losgeht“, sagt Helga Bathe.

Alle Radelfreunde verbindet eine langjährige Freundschaft, sie sind in Paaren im Glien verwurzelt. Und so trifft man sich regelmäßig auf allerhand Geburtstagen, Feiern und Dorffesten. Ihre gemeinsame Leidenschaft für das Zweirad entdeckten sie dabei ganz zufällig. „Das hat sich vor 18 Jahren so ergeben. Früher haben wir natürlich weitaus anspruchsvollere Touren geplant, heute sind wir fast alle auf E-Bikes umgestiegen und suchen uns die etwas leichteren Touren heraus“, so Helga Bathe. Schließlich solle es kein Gewaltmarsch werden, sondern vielmehr Urlaub auf zwei Rädern. „Es ist die Freude daran, Neues zu entdecken, die Natur zu genießen und sich gleichzeitig fit zu halten“, so die Paarenerin.

50 bi 80 Kilometer am Tag

Mit 50 bis 80 Kilometern am Tag nimmt es die Gruppe gelassen und kam bislang immer ans Ziel. Umwege oder kleinere Pannen inklusive. Größere Unfälle habe es zum Glück nie gegeben, dafür aber jede Menge lustiger Situationen.

Die Rundfahrt über die Insel Rügen empfand das Ehepaar als sehr angenehm. „Nicht zu vergleichen mit der Mallorca-Tour. Die bergige Landschaft und viele brenzlige Situationen auf unbefestigten Straßen – das würden wir nicht mehr unbedingt machen“, erinnert sich die Erwin Bathe. Befestigte Radwege oder gar ein gut ausgebautes Wegenetz auf der beliebten Urlaubsinsel hatte die Gruppe damals vergeblich gesucht.

Überhaupt sei der Unterschied in Beschaffenheit und Ausbau eines Radwegenetzes von Land zu Land, aber auch innerhalb Deutschlands sehr unterschiedlich. „Die schönste Tour war eigentlich von Prag nach Dresden, immer am Flussufer entlang. Überall gab es Gastronomie und die Wege waren super ausgebaut“, so Helga Bathe.

Havelland hat viel zu bieten

Doch auch das Havelland hat einiges zu bieten. Alle zwei Tage machen sich die Bathes auf den Weg, dann geht es über Kienberg, Börnicke oder Grünefeld. „Der Havelland-Radweg über Nauen, Ribbeck und Behnitz ist toll. Es gibt viel zu sehen und einige Anlaufpunkte, wie das Ribbecker Schloss“, so Erwin Bathe, der sich lediglich mehr Gas-tronomie auf dem Weg wünschen würde.

Von der Anlage des Radwegenetzes ist auch seine Frau begeistert. „Nur der Erhalt sollte stärker in Angriff genommen werden. Der Weg ist so nah am Wald, überall drücken sich die Wurzeln durch – für Radfahrer unschön, für Rollerskater eine echte Gefahrenquelle.“

Von Laura Sander

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