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Schönwalde-Glien Strandbad: Leben kehrt bald zurück
Lokales Havelland Schönwalde-Glien Strandbad: Leben kehrt bald zurück
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18:24 27.01.2019
Graffiti „ziert“ die Mauern der historischen Gaststätte am Schönwalder Strandbad. Quelle: Schnaibel
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Schönwalde-Glien

Ein ländlicher und touristisch attraktiver Treffpunkt in Gemeindehand soll dort entstehen, wo heute Graffiti die Mauern zieren, Fenster zugenagelt und Türen versperrt sind. Der ursprüngliche Plan, das in die Jahre gekommene Gebäude am Schönwalder Strandbad abzureißen und einen Neubau zu errichten, ist gescheitert.

In Ermangelung eines Betreibers, der im geplanten Neubau ein Restaurant betreiben sollte, wollen die Schönwalder Gemeindevertreter die Erneuerung des historischen Gebäudes anschieben. Als Dorfgemeinschaftshaus mit integriertem Bistro soll es nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wiederbelebt werden. Kostenpunkt: 1,3 Millionen Euro.

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Kritik an den Plänen

Nicht alle Gemeindevertreter konnten sich für diese Variante begeistern. Bereits in der Vergangenheit war der Hauptkritikpunkt der Fraktion Grüne/Familie/Bürger, dass es nicht die Aufgabe einer Kommune sei, eine Gaststätte zu führen oder zu subventionieren.

Bereits 2017 hatten die Schönwalder Abgeordneten für den Abriss des renovierungsbedürftigen Hauses und einen veränderten Neubau gestimmt. Neben dem gastronomischen Betrieb sollte der Neubau zudem einen Saal für gemeindliche Zwecke enthalten. Trotz langfristiger Ausschreibung wollte sich jedoch kein Gastronom für die Einrichtung einer Seegaststätte am Strandbad finden.

Umdenken erfolgt

Ein Förderbescheid vom Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung über 300 000 Euro drohte zu verfallen. Im Oktober 2018 erfolgte ein Umdenken hin zur Sanierung des bestehenden Gebäudes.

Jetzt fassten die Gemeindevertreter einen Beschluss zur überarbeiteten Planung und Kostenberechnung des Vorhabens. Aufgrund der guten Konjunktur in der Baubranche bleibt es laut Beschluss bei 1,3 Millionen Euro Baukosten, die die Abgeordneten mit Ausnahme der Fraktion Grüne/Familie/Bürger mehrstimmig beschlossen.

Ausschreibung wird vorbereitet

Schnellstmöglich sollen nun Haushaltsmittel freigegeben werden. Das Berliner Architekturbüro Farkas arbeitet am veränderten Entwurf und bereitet Ausschreibungen für die Baumaßnahmen vor.

Von Laura Sander