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Schönwalde-Glien Schönwalder Autoren veröffentlichen zweites Buch
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09:54 05.12.2019
Nicola Menzel (vorne links), Reinhold Ehl, Michael Krug (hinten v. l.), Andrea Wojtynek, Elisabeth Rosche und Klaus Brenneisen zeigen ihr Buch. Quelle: Vivien Tharun
Schönwalde-Glien

Gerade ist das erste Buch fertig und im Verkauf, da kommt die neue Anfrage: „Im vergangenen Dezember hat uns die Gemeinde angesprochen, ob wir ein Buch mit Geschichten zum Regionalpark machen möchten“, sagt Reinhold Ehl. Mit „wir“ meint Ehl die Mitglieder der Schreibwerkstatt, zu denen er selbst zählt. Also setzen sich Elisabeth Rosche, Klaus Brenneisen, Nicola Menzel, Michael Krug, Andrea Wojtynek und Ehl zusammen und ersinnen 38 Geschichten und Gedichte rund um den Regionalpark.

Das erste Buch war bereits ein Erfolg

Nach nur einem Dreivierteljahr ist alles fertig geschrieben und das Buch „Die steinerne Brücke“ druckreif. Die Druckkosten für die 300 Exemplare große Auflage trägt der Verein Regionalpark Osthavelland. „Schon das erste Buch war ein Erfolg. Dieser Erfolg setzt sich hoffentlich fort“, sagt Bürgermeister Bodo Oehme, der erster Vorsitzender des Vereins ist.

Gedichte und Erzählungen

Jeder der sechs Autoren widmet sich mit anderen Stilmitteln bestimmten Orten zwischen Nauen und Spandau. So hat Elisabeth Rosche alle Gedichte im Band beigesteuert. Rosche dichtet über die Zitadelle Spandau, blinde Eselfohlen oder ihren ersten Spaziergang durch Schönwalde-Glien: „Ursprünglich bin ich aus Hakenfelde“, sagt Rosche. In ihrem Gedicht beschreibt sie den Bummel durch die Gemeinde Schönwalde, der sie zum Umzug dorthin bewegt hat.

Buch und Regionalpark Osthavelland

Das Buch „Die steinerne Brücke“ ist für 10 Euro erhältlich bei: Der Bücherei Schönwalde-Glien, Straße der Jugend 1; im Rathaus Schönwalde, Berliner Allee 7; Buchhandlung „Leseratte“ an der Spandauer Str. 188 in Falkensee und auf dem Schönwalder Weihnachtsmarkt, am Sonntag, 8. Dezember, vor dem Edeka an der Berliner Allee.

Der Verein Regionalpark Osthavelland wurde am 9. Dezember 2013 in Berlin-Spandau gegründet. Der Vorstand setzt sich zusammen aus dem 1. Vorsitzenden Bodo Oehme, dem Stellvertreter Sven Kraatz und der Schatzmeisterin Elke Hube. Ziel ist es, Firmen und Vereine zwischen Nauen, Potsdam, Schönwalde, Hennigsdorf und Spandau zu vernetzen, um touristische Infrastruktur und landschaftskulturelle Entwicklung zu fördern.

Für die Bücher der Schreibwerkstatt war dieser Umzug ein Glücksfall: Mitautorin Nicola Menzel sagt, Rosche sei eine der Personen gewesen, die die Gründung der Schreibwerkstatt vorangetrieben haben. Menzel selbst hat einen fiktiven Brief von Theodor Fontane geschrieben. „Fontane schreibt darin an seine Tochter über den Lamahof in Seeburg“, sagt Menzel.

Humor und Tragik in einem Band

Die weiteren Kurzgeschichten im Werk sind eine Mischung aus Autobiografischem und Fiktion, aus Tragödie und Humor. Reinhold Ehl webt seine Beiträge um historische Ereignisse wie den beispielsweise den Hungerwinter nach dem Zweiten Weltkrieg: „Im Großen und Ganzen war ich beim Schreiben positiv gestimmt. Darum fließt in meine Geschichten eine Art Tragikomik ein“, sagt Ehl.

Reale Handlungsorte

Für die Beiträge im Buch gilt: Jeder Handlungsort existiert im Raum des Regionalparks Osthavelland. Die Autoren beschreiben die Szenerie für den Leser und entwickeln neue Erzählungen dazu – oder selbst Erlebtes – wie im Fall von Michael Krug, der gerne autobiografisch schreibt, wie er sagt. Krug kommt wie Rosche aus Hakenfelde: „Es war für mich ein bewegender Moment, als Bürger zum ersten Mal ohne verbindlichen Mindestumtausch zwischen DDR und BRD reisen durften. Darüber habe ich in der Geschichte „Grenzen überschreiten“ geschrieben“, sagt Krug.

Figuren werden lebendig

Um die spannenden Krimis und Geschichten mit einem Hauch Ironie kümmert sich (wie im ersten Buch) Andrea Wojtynek. „Mich fasziniert immer wieder, wie die Figuren einer Geschichte ein Eigenleben entwickeln“, sagt sie. Oft wisse sie gar nicht vorher, was die Protagonisten sagen werden. Das „komme dann einfach so“ beim Schreiben. Dann erreiche sie einen Punkt, an dem für sie die Charaktere real würden. Das sei schon bei ihrem Krimi über den Eiskeller so gewesen.

Und was macht Autor Klaus Brenneisen? „Ich habe für ,Die steinerne Brücke’ das gemacht, was ich gut kann: Die Vorworte zu den Beiträgen“, sagt er lachend.

Von Vivien Tharun

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