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Schönwalde-Glien Tiere, Technik und vieles mehr auf der Brala
Lokales Havelland Schönwalde-Glien Tiere, Technik und vieles mehr auf der Brala
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10:56 13.05.2019
Die brandenburgische Milchkönigin Lina Kersten (im blauen Kleid) und die 10. Havelländer Erntekönigin Antonia Martini (2.v.r.) waren dabei, als zwei prachtvolle Bullen zu Siegern gekürt wurden. Quelle: Enrico Berg
Paaren im Glien

Tiere und Technik standen auch am Wochenende im Mittelpunkt der diesjährigen 29. Brandenburgischen Landwirtschaftsausstellung (Brala) in Paaren im Glien.

Vor allem viele Familien kamen und bestaunten unter anderem die ausgestellten Tierrassen – so wie die stattlichen Zuchtbullen, die gerne mal schnell 1200 Kilogramm Lebendgewicht auf die Waage bringen können. Für den kleinen Hannes Krüger war indes auch schon eine 700 Kilo schwere Kuh imposant genug.

Die Brandenburgische Landwirtschaftsausstellung in Paaren im Glien hielt auch in diesem Jahr wieder eine große Palette an Angeboten bereit. So konnten Trecker und Tiere bewundert werden.

Hannes stand mit seinen Eltern Yvonne Krüger und Robert Tews am Gitter. „Wir sind aus Retzow und kommen jedes Jahr zur BraLa. Sie ist ideal für Kinder, sie können hier viele Tiere sehen”, meinte die junge Mutter. „Wir bauen zu Hause gerade einen Hühnerstall und haben uns hier über die verschiedenen Hühnerrassen und deren Haltung informiert”.

Zustimmung zum Termin

Dass die Brala nun nicht über den Herrentag stattfindet, stößt bei ihr auf Zustimmung. „Ich finde den neuen Termin der Brala sehr gut, so können auch die Väter die Ausstellung besuchen und müssen nicht auf ihren Herrentag verzichten.”

Die Brala wird nunmehr immer am zweiten Mai-Wochenende veranstaltet – von Donnerstag bis Sonntag. Da der Ausstellungstermin nicht mehr auf Feiertage fällt, haben die Fachaussteller nun die Möglichkeit, mehr Fachtagungen durchzuführen und Exkursionen für Studierende, Auszubildende und Schulen zu ermöglichen.

Besucherzahl anfangs geringer

Unter anderem hatte sich auch der Kreisbauernverband Havelland für eine Abkehr vom Herrentag ausgesprochen, damit der Donnerstag und Freitag vorrangig dem Fachpublikum vorbehalten bleibt, wie Vorsitzender Dirk Peters sagte.

Diese Strategie bestätigte auch Ute Lagodka, Mit-Geschäftsführerin des MAFZ. „Die Fachaussteller haben sich die letzten Jahren vermehrt darüber beklagt, dass zu wenig Fachbesucher wegen des Himmelfahrttages kamen. Darauf haben wir reagiert”, sagte sie. „Natürlich war an den ersten beiden Tagen die Zahl der Besucher etwas geringer, aber das hat die Besucherresonanz vom Wochenende wieder wettgemacht”.

40 neue Aussteller

Als Veranstalter ist man unter den veränderten Gegebenheiten mit der diesjährigen Brala zufrieden, bilanzierte sie. Einige Aussteller seien dieses Jahr nicht vertreten, aber dafür habe man 40 neue gewinnen können. So wäre immer eine neue Vielfalt möglich.

Man sei seitens des MAFZ optimistisch, dass sich der neue Termin der Brala am zweiten Maiwochenende gut etablieren wird.

Kritik von einigen Anbietern

Gegenüber der MAZ hatten sich allerdings einige Anbieter, die nicht zu den landwirtschaftlichen Fachausstellern gehörten, kritisch geäußert. Sie monierten, dass ihrer Ansicht nach weniger Besucher vor Ort gewesen seien als die Jahre zuvor.

Die Besucher konnten auch in diesem Jahr wieder ein abwechslungsreiches Programm auf der Brala erleben. So gab es ein breites Technikangebot – von Aufsitzrasenmähern über riesige Traktoren und Bagger bis hin zu Mähwerken und Anhängern.

Zuchtvieh wurde ausgestellt

Darüber hinaus wurde Zuchtvieh ausgestellt wie Rinder, Schafe, Ziegen, Schweine, Geflügel und Kaninchen. Auch Pferde, Esel und Alpakas waren zu sehen.

Mehr als 700 Aussteller und Züchter, zum großen Teil aus Brandenburg, aber auch aus anderen Bundesländern und dem Ausland, präsentierten sich, ihre Waren und ihre Arbeit.

Musterfelder angelegt

Im Agrarbereich gab es Musterfelder mit diversen Getreidearten, die auch nach der BraLa bestehen bleiben. Und in einem begehbaren Bodenprofil konnten die Messebesucher die verschiedenen Erdschichten in Augenschein nehmen.

Im pro agro Regionalmarkt befand sich das Kochstudio und die gläserne Metzgerei. „Wir haben einen riesigen Zulauf”, so Ingo Noack, Inhaber vom Catering „Festtagsbetreuung“. Er ist gelernter Koch und passionierter Jäger.

Wildschwein verarbeitet

Mit seinem Team demonstrierte er den Messebesuchern vom Zerwirken eines Wildschweins, also wie das Tier zerlegt wird, bis zum fertigen Gericht, wie so ein Stück Schwarzwild verarbeitet wird.

Wichtig sei ihm, dass man Respekt vor dem Tier habe und auch das ganze Tier verwerte. Aus dem Fleisch wurden im Kochstudio Wildschweingulasch, gefüllte Paprikaschoten, Bouletten und Ministeaks zubereitet und kostenlos an die Gäste zum Verkosten verteilt.

Überblick vom Riesenrad

Einen Überblick über das gesamte Messegelände aus luftiger Höhe war ebenfalls möglich. Ein 50 Meter hohes Riesenrad mit 32 Gondeln bot hierzu Gelegenheit. Diese nahm Nicole Grüneberg aus Zossen mit ihren Töchtern Janina und Leonie-Marie wahr.

„Wir sind zum vierten Mal auf der BraLa. Mir gefällt die Vielfalt der Tiere und die Zucht der verschiedenen Arten. Besonders interessiere ich mich für Lebensmittel und die Lebensmittelproduktion.“

Förderverein mit dabei

Viele Aussteller freuten sich über einen guten Abverkauf ihrer Waren. Auch der Förderverein „Freunde des MAFZ Paaren / Glien e.V.” war mit einem Stand vertreten. Viele Stammkunden kamen, um Tomaten-, Gurken- und Salatpflanzen sowie diverse Kräuter zu kaufen. „Wir sind fast ausverkauft“, sagte Erwin Bathe, Vorstandsmitglied des Vereins.

Für den Praxistag auf der Brala hatten sich 600 Schüler angemeldet. Letztlich waren bis Freitag mehr als 900 junge Menschen erschienen, die sich über die sogenannten grünen Berufe informierten, die mit mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen haben.

Von Hannelore Berg

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