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Schönwalde-Glien Wie sich Schönwalde-Siedlung im Laufe der Zeit verändert hat
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13:06 30.11.2019
Rathaus Schönwalde-Siedlung: Der Ort zählte 1935 etwa 1500 Einwohner, 1995 waren es 3100, heute mehr als 5500. Und Schönwalde wächst nach oben: Das einstige Landwarenhaus wurde aufgestockt und zum Rathaus umgebaut.  Quelle: Archiv
Schönwalde-Siedlung

„Naturparadies“, „Ideal der Großsiedlung“, „Waldstadt vor der Weltstadt“ und „Schönwalder Schweiz“ – mit diesen Attributen warb die Berliner Parzellierungsfirma Schrobsdorff für das Leben in Schönwalde-Siedlung. 1931 hatte der Schönwalder Rittergutsbesitzer von Risselmann 1194 Hektar Wald dafür verkauft. Die Immobilienfirma Schrobsdorff war damals rund um Berlin aktiv. Nun also Schönwalde mit mehr als 2000 Parzellen.

Wie sich die Siedlung an der Stadtgrenze zu Berlin-Spandau verändert hat.

Die ersten Parzellenkäufer und Bauwilligen fanden sich am 1. Juni 1932 zum „Grundbesitzerverein der Großsiedlung Schönwalde“ zusammen. Zwei Monate später wurde ein zweiter Verein hinterhergegründet, der „Haus- und Grundbesitzerverein der Siedlung Seebad Schönwalde 1932“. Nach einigen Reibereien schlossen sich die Vereine zum 1. November 1933 zusammen.

Gebaut wurde kräftig: Wohnhäuser und Wochenendlauben entstanden, Straßen wurden gebaut, die Strom- und Wasserversorgung gesichert, eine Busverbindung nach Spandau und Bötzow geschaffen, ein eigener Friedhof angelegt, eine Feuerwehr aufgebaut, das Strandbad errichtet. 1938 erhielt die Siedlung eine eigene Schule. Der Ort hatte einen Kindergarten, eine Postagentur und eine NSDAP-Dienststelle.

Am 24. April 1945 marschierten sowjetische Truppen in Schönwalde-Siedlung ein. Am 12. Mai drauf wurde Fritz Steffen als Bürgermeister eingesetzt. Die folgende politische Entwicklung trennte Schönwalde von Berlin ab, die Steinerne Brücke wurde zur stark bewachten Staatsgrenze. Am 23. Juni 1990 war hier - nach den notwendigen Baumaßnahmen – die Durchfahrt wieder möglich.

Von Marlies Schnaibel

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