Ziel: Ein Verkehrskonzept fürs Osthavelland
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Schönwalde-Glien Ziel: Ein Verkehrskonzept fürs Osthavelland
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18:32 09.12.2019
Der Hauptparkplatz bei Karls in Elstal ist schon jetzt an vielen Tagen übervoll. Quelle: Tanja M. Marotzke
Wustermark

Wer die Staus auf der B 5 an verkaufsoffenen Sonntagen oder Schnäppchentagen im Designer Outlet Berlin in Elstal kennt und weiß, was auf dem Areal der Adler/Löwenkasernen mit dem Ferienressort des Unternehmens Karls in den nächsten Jahren entsteht, kann erahnen, welche Verkehrsströme auf die Gemeinde Wustermark zukommen. Aber eben nicht nur auf die Gemeinde Wustermark. Auch in Dallgow-Döberitz, Falkensee, Brieselang, Ketzin/Havel, Schönwalde-Glien und Nauen steigen die Einwohnerzahlen, weil der Zuzug anhält.

Besuchermagneten in Elstal

„Schon jetzt werden Karls Erlebnis-Dorf und das Designer Outletcenter jährlich von deutlich mehr Besuchern frequentiert als Schloss Sanssouci. Dabei ist das Ferienressort von Karls noch gar nicht berücksichtigt.

Rückstaus auf die B 5 in Elstal gibt es, wenn das Designer Outlet mit Schnäppchen lockt. Quelle: Tanja M. Marotzke

Auch die Güterverkehrsströme in die GVZs Brieselang und Wustermark, das Gewerbegebiet Zeestow und das Gewerbegebiet Etzin nehmen zu. Deshalb müssen wir alle gemeinsam für das gesamte Osthavelland eine Strategie entwickeln, wie wir diesen Anforderungen gerecht werden können“, sagt Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber.

Fördermittel werden beantragt

So startet die Gemeinde Wustermark jetzt einen Vorstoß, um ein Regionalmanagement zu schaffen, das sich mit der Verkehrs- und Mobilitätsentwicklung im Osthavelland beschäftigen soll. Und weil das die einzelnen betroffenen Kommunen personell nicht leisten können, will Wustermark – in Absprache mit dem Infrastruktur- und Wirtschaftsministerium Brandenburg – jetzt einen Fördermittelantrag bei der Investitionsbank des Landes stellen.

Kooperationsvereinbarung ist Voraussetzung

Voraussetzung für die Bewilligung der Mittel ist das Bekenntnis der betroffenen Gemeinden und des Landkreises, mitzumachen. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung wurde erarbeitet und soll zuerst von den Wustermarker Gemeindevertretern am Dienstagabend beschlossen werden. Anschließend müssen die anderen Kommunen und der Landkreis zustimmen, wobei das kaum auf Gegenwind stoßen dürfte, denn den finanziellen Eigenanteil von 66000 Euro für 2020 will Wustermark übernehmen. Alternativ könnten künftig auch Wirtschaftspartner der Region eingespannt werden, hofft der Wustermarker Bürgermeister.

Unter dem Dach der KAG

Bereits seit 2010 arbeiten die osthavelländischen Gemeinden in der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG) mit dem Ziel zusammen, die wirtschaftlichen Entwicklungspotenziale der Region zu bündeln. Nun soll unter dem Dach der KAG ein Schwerpunkt auf die Verkehrsentwicklung und deren Folgen gelegt und die Aufgaben der Mitglieder verbindlich geregelt werden. Vorgesehen ist, die Leistung des Regionalmanagements von einem externen Dienstleister ausführen zu lassen, der mit der KAG zusammenarbeitet.

Ziel: Weniger Individualverkehr

Zu den Hauptaufgaben des Regionalmanagements wird gehören, ein regionales Verkehrsentwicklungskonzept fürs Osthavelland zu erarbeiten. Darin festgehalten sein müssen die Maßnahmen, die zu einer Entlastung des Individualverkehrs führen. Dazu gehören neben dem Fördermittelmanagement auch bauliche Veränderungen, wie neue Parkraumbewirtschaftungen, und Förderungen der Elektromobilität. Aber auch Abstimmungen mit Ministerien, dem Land Berlin (City-Logistik), Investoren, Straßenbaulastträgern und der Deutschen Bahn.

Von Jens Wegener

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