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Havelland Grundschule „Menschenskinder“ fertig saniert
Lokales Havelland Grundschule „Menschenskinder“ fertig saniert
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17:53 29.11.2019
Schulleiterin, Architekten, Ortsvorsteher und Bürgermeister pflanzen einen Birnenbaum vor die sanierte Schule. Quelle: Vivien Tharun
Schönwalde-Glien

Eine Weile hat es gedauert, doch nun ist alles fertig: Die Grundschule „Menschenskinder“ ist umfangreich saniert und entspricht nun den aktuellen Brandschutzbestimmungen. „Es ist alles wunderschön geworden“, sagt Schulleiterin Heike Krüger. Einfach waren die Sanierungsarbeiten nicht – sie liefen in großen Teilen während des Schulbetriebs. „Dann konnte nur in den Pausen laut gebohrt werden“, so Krüger. Das Gröbste wurde in die Oster- und Sommerferien gelegt. Das Ergebnis sei aber alle Mühen wert, da nun die Schule innen so schön bunt wie außen sei, so die Schulleiterin.

Garderobenhaken mussten weichen

1,2 Millionen Euro hat die Brandschutzertüchtigung laut Bürgermeister Bodo Oehme gekostet. „Es mussten zusätzlich Türen eingebaut, andere durch Brandschutztüren ersetzt und die Garderobenhaken von den Fluren entfernt werden“, sagt der Bürgermeister. Dazu hat die Schule nun ein neues Alarmsystem mit verschiedenen Schulgongs, Sirenenklang und einer Sprechanlage. „Eine energetische Sicherheitsbeleuchtung ist installiert“, so Oehme.

Fördergelder kurzfristig bewilligt

Laut dem stellvertretenden Bürgermeister Kurt Hartley ist die Sanierung mit Hilfe des „kommunalen Investitionsprogramms“ (KIP) gefördert worden. „Zuerst sah es so aus, als würden wir die Förderung nicht bekommen“, sagte Hartley. Das habe daran gelegen, „dass die Auflagen so streng waren, dass sie nicht zu erfüllen waren.“

Der Fördertopf konnte deswegen auch von anderen Kommunen nicht angezapft werden. „Es gab dann vor zwei Jahren spontan eine Änderung an den Vorgaben. Dadurch konnten wir kurzfristig einen Eintrag stellen, der genehmigt wurde“, weiß der stellvertretende Bürgermeister weiter. Das Geld sei schon eingegangen.

Zeitweilig hohe Staubbelastung

Vor rund zwei Jahren hatte das Planungsbüro PHA Architekten aus Ribbeck mit den Vorbereitungen begonnen. Die Mitarbeiter sind auf Altbausanierung spezialisiert. „Mit den eigentlichen Umbauarbeiten haben wir im April dieses Jahres angefangen“, erklärte Hans Öchsner vom Architekturbüro. Die Belastung mit Staub und Schmutz sei teilweise recht hoch gewesen: „Manchmal waren bis zu 30 Mann gleichzeitig tätig. Da blieb das nicht aus“, sagt Öchsner.

Es sei in Absprache mit der Schule aber immer eine Lösung gefunden worden: „Wir haben die Flure zum Beispiel abschnittweise gesperrt, und Schüler wichen auf andere Räume aus“, sagt der Architekt. Nun sei alles auf dem neusten Stand und entspreche dem Brandschutzkonzept. Alle verbauten Stoffe seien streng geprüft.

Kabel müssen erneuert werden

„Die Schule eröffnete 1984“, erzählte Bürgermeister Bodo Oehme. Die Fassade sei zwar schon erneuert worden, aber im Inneren sei alles auf dem alten Stand gewesen. „Jetzt fehlen in den Nischen noch neue Spinde, dann ist alles fertig“, sagt Oehme. Kleiderhaken dürfen nach aktuellen Bestimmungen nur noch im Klassenzimmer angebracht sein und nicht mehr davor auf dem Flur. „Es wird hier aber noch weitergehen“, so Oehme. Im Haushalt seien Gelder zur Erneuerung der Elektroanlagen in Höhe rund 750 000 Euro vorgesehen. Der Austausch aller alten DDR-Kabel sei nun der nächste Schritt.

Von Vivien Tharun

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