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Havelland Schwere Kost nun leichter verdaulich
Lokales Havelland Schwere Kost nun leichter verdaulich
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17:54 07.05.2015
Rolf Merkel bei der Führung durch das neu gestaltete Optik-Industrie-Museum. Quelle: B. Geske
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Rathenow

Der Verein spielt für das Museum eine große Rolle, weil einerseits er selbst und andererseits auch einzelne seiner Mitglieder die Ausstellung mit zahlreichen Leihgaben bereichern.

Rolf Merkel, selbst Mitglied des Vereins, führte die Fachleute herum und erklärte ihnen die wichtigsten Veränderungen. Er hatte 2004 auch die Konzeption für die erste Präsentation geschaffen und bekannte nun: „Damals ging es mir darum, möglichst viele Produkte zu zeigen, die alle in Rathenow hergestellt wurden.“ Bei Führungen sei er später dann aber häufig von Besuchern gefragt worden, wofür die Exponate eigentlich verwendet wurden.

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Nach der Umgestaltung werde nun die Verwendung der Ausstellungsstücke mehr hervorgehoben. Die erklärenden Texte seien alle neu verfasst worden und auf größeren Schildchen besser zu lesen. Nicht zuletzt ist so gut wie der gesamten Präsentation neue Beleuchtung spendiert worden. Früher, das gab Rolf Merkel zu, waren einige Exponate gar nicht so gut zu erkennen.

Das Optik-Museum

Die Themenbereiche im Optik-Industrie-Museum sind: Geschichte Rathenows, Wegbereiter Johann Heinrich August Duncker, alles aus Glas: optische Bauteile, Brillen-Etuis-Schutzbrillen, Brillengläser-Sehhilfen, Film- und Bildprojektion, Augenoptik-Geräte, Mikroskope und Zubehör, Ferngläser und Theatergläser, Kameras und Objektive.
Geöffnet hat das Museum Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr.

Nicht zuletzt ist auch etwas dafürgetan worden, um den Schauwert einzelner besonderer Stücke besser in Szene zu setzen. Schön zu bewundern ist zum Beispiel jetzt ein „Riesenobjektiv“ für Porträt-Aufnahmen, das die Firma Busch 1857 hergestellt hat. Es ist ein Sieben-Zöller – das zweitgrößte Foto-Objektiv, das jemals in Rathenow entstand. Beeindruckend zeigt sich auch eine gewaltige Repro-Kamera, die ab 1908 von der Firma Busch hergestellt wurde.

Hübsch hinzugestellt wurden diversen Exponaten anschauliche Utensilien, die deren Verwendung illustrieren: Eine Kapitänsmütze für ein Fernrohr der Seefahrt. Ein Häufchen Schrott neben Geräten für die Spektroskopie und Spektrographie von Metall. Ein kleines Modell des einst sehr berühmten „Flugschiffes“ Do X von Dornier steht neben dem Fernglastyp des damaligen Flugkapitäns. Es stammt von der Firma Busch und wurde von seinem Besitzer, der die Do X Anfang der dreißiger Jahre über sensationelle Langstreckenflüge steuerte, sehr gelobt.

Von Bernd Geske

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