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Havelland Sebastian Steineke erklärt Schülern Europa
Lokales Havelland Sebastian Steineke erklärt Schülern Europa
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16:26 26.03.2019
Sebastian Steineke besuchte zum EU-Projekttag eine Schulklasse in Rhinow. Quelle: Norbert Stein
Rhinow

Hell und freundlich sind die Treppenaufgänge der Otto-Lilienthal-Grundschule in Rhinow. Das war nicht immer so. Noch vor wenigen Jahren waren sie trist und grau. 2017 wurden die Treppenaufgänge und die Fassade der Grundschule saniert. Die Stadt Rhinow investierte dafür 285 000 Euro.

Leisten konnte sich die Stadt das Vorhaben nur mit Hilfe eines Zuschusses in Höhe von 215 000 Euro. Das Geld kam unter anderem von der Europäischen Union. Geld von der EU fließt auch, um den Rhinower Schulsportplatz zu sanieren.

Überall zu spüren

Ohne Geld aus europäischen Fördertöpfen wären gerade im ländlichen Raum Investitionsvorhaben nicht oder nur sehr schwer realisierbar. „Die EU ist eben überall spürbar, auch im Ländchen Rhinow und dem gesamten Havelland.“ Darauf verwies gestern der Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke (CDU), zu dessen Wahlkreis Rhinow und das nördliche Havelland gehören. Sebastian Steineke war zur Grundschule Rhinow gekommen, um eine spezielle Unterrichtsstunde der 4. Klasse zum EU-Projekttag zu verfolgen.

Seit 2007 gibt es den EU-Projekttag. Damals hatte Deutschland die EU- Ratspräsidentschaft inne. Bundeskanzlerin Angela Merkel rief den Projekttag ins Leben, um bei jungen Menschen das Interesse an der EU zu wecken.

Zuerst gab es einen Vortrag zur EU. Quelle: Norbert Stein

Seitdem besuchen Politiker bundesweit Schulen am EU-Projekttag, der eigentlich in diesem Jahr am 25. März war. Weil Sebastian Steineke am Montag andere wichtige Termine wahrzunehmen hatte kam er am Dienstag zum EU- Projekttag nach Rhinow, für jeweils eine Unterrichtsstunde in die Klassen 4 bis 6.

Ob und wo sie mit ihren Eltern schon im Ausland in Urlaub waren, wollte Steineke von den Mädchen und Jungen der 4. Klasse wissen. Die Schüler nannten unter anderem Polen, Dänemark, Frankreich und England. „Das sind alles EU- Länder“ , erklärte Steinecke. Insgesamt seien 28 Länder Mitglied der EU.

Die Wahl

Am 26. Mai sind Europawahlen. „Ein wichtiges Datum“, sagte Steineke, weil an dem Tag die Abgeordneten für das europäische Parlament neu gewählt werden. Insgesamt 751 Abgeordnete aus allen Mitgliedsstaaten haben Sitz und Stimme im europäischen Parlament. Aus Deutschland sind es 96 Abgeordnete, davon kommen drei aus dem Land Brandenburg.

Steineke erläuterte die Grundrechtecharta und er sagte den Schülern, dass die EU 25 Amtssprachen hat. Handel ohne Zollkontrollen, uneingeschränkter Reiseverkehr und die Möglichkeit für junge Menschen in allen Mitgliedsländern zu studieren seien Vorteile einer EU- Mitgliedschaft.

Sebastian Steineke schaut sich mit Schülern eine Euro-Münze an. Quelle: Norbert Stein

Die Viertklässler hörten aufmerksam zu und stellten Fragen. „Warum die Briten raus wollen aus der EU“, wollte ein Junge wissen. „Die Engländer haben sich noch nie so richtig wohl gefühlt in der EU“, so Steineke. In Schottland, Wales und Nordirland sieht Steineke die EU-Befürworter in der Mehrheit.

Nur länderübergreifend

Ob die EU sich auch für den Klimaschutz einsetzt, wollten die Kinder wissen. „Ja“, antworte der Bundestagsabgeordnete. „Aber Klimaschutz funktioniert richtig auch nur länderübergreifend.“ Auch der Euro als Gemeinschaftswährung vieler EU-Mitgliedsstaaten spielte eine Rolle in der Unterrichtsstunde. Steineke und die Schüler schauten sich gemeinsam Euro- Münzen an , die auf einer Seite Motive aus den Mitgliedsländern der Währungsunion zeigen.

Lesen Sie dazu den Kommentar: Europa macht Arbeit

Von Norbert Stein

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