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Havelland Sie retten Leben und kümmern sich um andere
Lokales Havelland Sie retten Leben und kümmern sich um andere
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00:39 27.05.2018
Ehrenamtliche aus dem ganzen Havelland wurden vor der schönen Kulisse des Ribbecker Schlossen mit einer Urkunde und einer Medaille geehrt.
Ehrenamtliche aus dem ganzen Havelland wurden vor der schönen Kulisse des Ribbecker Schlossen mit einer Urkunde und einer Medaille geehrt. Quelle: Holger Kohl
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Havelland

„Ich war schon sehr überrascht“, sagte Günter Lüder. Der Vorsitzende des Brieselanger Bürgerbusvereins gehörte zu den 67 Ehrenamtlichen, die am Mittwochabend in Ribbeck von Landrat Roger Lewandowski die Ehrenamtsmedaille erhalten haben.

Lüder hatte 2007 die Idee zum Projekt „und der Bürgermeister sagte damals: Dann kümmere dich mal drum. So ist es entstanden“. Ziel war es, den Brieselangern ein Angebot zu machen, um innerhalb der Gemeinde auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln von A nach B zu kommen. „Ich nehme die Medaille auch in Empfang für die ehrenamtlichen Fahrer und Fahrerinnen, die wir haben und in der Vergangenheit hatten“, sagte Günter Lüder, der mittlerweile in Hennigsdorf wohnt, aber dem Verein weiterhin vorsteht.

Verleihung diesmal im Schlossgarten

Diesmal fand die Verleihung der Medaille in schöner Atmosphäre im Ribbecker Schlossgarten statt – bei herrlichem Sonnenschein und dem verlockenden Duft, der vom Grill herüber wehte. Landrat Lewandowski würdigte das Engagement der Ehrenamtlichen in seiner Rede.

Mit einer Urkunde und der havelländischen Ehrenamtsmedaille wurden am Mittwochabend zahlreiche Frauen und Männer geehrt, die sich im Landkreis auf verschiedenen Gebieten ehrenamtlich engagieren. 67 von Ihnen waren in den Schlossgarten von Ribbeck eingeladen.

„Sie sind es, die Leben retten. Sie sind es, die die Mannschaft oder den Verein zusammenhalten. Sie sind es, die die Jüngsten zu ihren sportlich größten Erfolgen verhelfen. Sie sind es, die den Menschen die schönsten Töne entlocken, die dafür sorgen, dass die Kirchen als Ort der Gemeinschaft erhalten bleiben beziehungsweise überhaupt erst wieder begehbar gemacht werden. Und Sie sind es auch, die unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht vergessen“, sagte der Landrat, der dadurch das Havelland gestärkt sieht. 1036 Vereine gibt es dort.

Zuerst wurden die Feuerwehrleute geehrt

Die ersten, die Lewandowski ehrte, waren die Feuerwehrleute, und das mit gutem Grund „Deren Engagement geht weit über das hinaus, was von einem Ehrenamt erwartet werden kann.“ Wenn der Piepser geht, heißt es Einsatz. Und man wisse nie genau, mit welchen Bildern und Erfahrungen man zurück kehrt.

Zu den Ausgezeichneten gehörte unter anderem Cornelia Heinemann, die seit 1994 die Frauengruppe der Feuerwehr Stechow leitet und sich auch um Förderverein engagiert, aber auch Detlef Liebknecht. Er bekam die Medaille für seinen Einsatz in der Feuerwehr Mögelin, der er seit 1980 angehört. Adrian Huxdorf setzt sich für die Feuerwehr Nennhausen ein, und Burkhard Schnarke ist seit Jahren in der Feuerwehr Liepe aktiv.

Von Leichtathletik bis Wandern

Des weiteren wurden zahlreiche Ehrenamtliche aus dem Bereich Sport geehrt, so wie Rosemarie Bokowski, die Gründerin und Vorsitzende des Sportvereins SV Wustermark ist, oder Sandra Lorenz, die sich im Verein für Leichtathletik Rathenow engagiert. Oder Hans-Jürgen Schneider vom Verein SV Dallgow 47, der sich um den Bereich Wandern kümmert.

Allein 13 Ehrenamtliche erhielten die Medaille, weil sie sich in ihrer Freizeit um Senioren kümmern. Unter ihnen ist auch Anneliese Radzik vom Seniorenrat Schönwalde-Glien. Ebenso wie die anderen Schönwalder wurde sie von Bürgermeister Bodo Oehme vorgeschlagen. „Ohne Anneliese Radzik würde in Schönwalde nichts laufen, ob Volkstrauertag oder Gesprächsrunden mit Senioren sowie geselliges Beisammensein“, so Oehme anerkennend – und fügte schmunzelnd hin zu: „Das wird von ihr alles stabsfeldmäßig organisiert.“

Zudem kümmern sich beispielsweise auch Hannelore Schmidt aus Rathenow und Rosemarie Hahn aus Premnitz um Senioren sowie Ute Krüger aus Nauen und Christa Lagenstein von der Awo Priort-Buchow-Karpzow.

42 Jahre in der Kommunalpolitik

Im Bereich Heimat wurde auch der Ribbecker Jürgen Gaschler geehrt, der sich im Heimatverein engagiert sowie seit 42 Jahren in der Kommunalpolitik. „Das waren schon 42 aufregende Jahre, in denen ich die Entwicklung des Ortes miterleben und gestalten konnte“, sagte er. 2019 wird er aber nicht mehr als Ortsvorsteher kandidieren.

Von Andreas Kaatz