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Havelland Sinnliches in Brieselang
Lokales Havelland Sinnliches in Brieselang
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16:02 01.10.2014
Michael Heckert (l.) und Thomas Schindler. Quelle: Marlies Schnaibel
Brieselang

Thomas Schindler wohnt seit etwa zwei Jahrenin Brieselnag. Zuvor hatte er lange in Westberlin und später in Falkensee gelebt. Seit Kurzem arbeitet auch Michael Heckert in Brieselang. „Zufällig habe ich Thomas Schindler über Facebook gefunden“, erzählt er. Er wollte das Rheinland verlassen und nach Berlin. Dort sind bezahlbare Atelierräume schwer zu finden, so kam die Idee mit Brieselang zur rechten Zeit.

Im Forstweg 1 haben beide Maler ihre Atelierräume, machen das einstige Verwaltungsgebäude zu einer Art-Factory. Hier stellen sie sich mit ihrer vorrangig großformatigen Kunst vor. Und das noch bis zum 7. November, dann wird zu einer Finissage geladen.

Ausstellung bis zum 7. November

Beide Maler hatten in Braunschweig studiert, waren Meisterschüler bei Peter Voigt. Schindler wandte sich konsequent der gegenständlichen Malerei zu, auch als diese im Westen wenig galt. Er ist seinem Stil und seinen Sujets treu geblieben, hat sich aber immer wieder erneuert. Das Kraftvolle, Sinnliche, auf den Vordergrund Orientierte – all das gibt den Bildern eine Unmittelbarkeit und starke Präsenz. Schindler hat seine Bilder schon in vielen Ausstellungen in vielen Ländern und in renommierten Galerien gezeigt. Vor ein paar Jahren wagte er sich auf den Markt von Katar, aber die Unruhen im arabischen Raum ließen die Kontakte verebben.

Explosion der Farbkraft

Auch Michael Heckert malte in Braunschweig bei Peter Voigt, ging aber früh den Weg zur Abstraktion. Die 80er-Jahre brachten Preise und Stipendien, so den Künstlerpreis der HBK Braunschweig und den Förderpreis der großen Kunstausstellung NRW Düsseldorf. Heckert lebte in Köln, Bonn und schließlich auf Haiti. Der Aufenthalt brachte ihn zur Malerei, wie sie jetzt in Brieselang zu sehen ist. Heckert übermalt Fotos, meist schlanke, junge nackte Frauenkörper. Er nimmt die Fotografien als Vorlage, um aus dem Motiv sein eigenes Bild zu machen. Er greift den Impuls auf, schafft mit seinen Farben eigene Strukturen und expressiv abstrakte Welten. „Velvet Orgasm“ oder „Two Balls in Play“ stehen für die Explosion der Farbkraft in Heckerts Malerei.

In der Farbigkeit ungebrochen offensiv gehen Heckerts Bilder in der Ausstellung einen Dialog mit Schindlers Malerei ein.

Finissage: Die Ausstellung in Brieselang, Forstweg 1, endet am 7. November um 19 Uhr mit einem Gespräch zwischen Bildern.

Von Marlies Schnaibel

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