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Havelland Zwischenbilanz beim Stromsparcheck im Havelland
Lokales Havelland Zwischenbilanz beim Stromsparcheck im Havelland
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17:50 08.05.2019
Die Verantwortlichen von ASB und Landkreis ziehen nach der ersten Förderperiode des Stromsparchecks eine positive Bilanz
Die Verantwortlichen von ASB und Landkreis ziehen nach der ersten Förderperiode des Stromsparchecks eine positive Bilanz Quelle: Danilo Hafer
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Falkensee

Die Bilanz nach drei Jahren kann sich sehen lassen. Seit Projektbeginn hat das Stromsparcheck-Team des ASB Falkensee 338 Haushalte beraten, die dadurch langfristig 469 817 Kilogramm CO2 einsparen werden. „Möglich ist dies, da unsere Mitarbeiter in dieser Zeit rund 5200 Energiesparartikel verbaut haben“, erklärt ASB-Verwaltungsleiter und Projektverantwortlicher Marcel Gunia.

Der Stromsparcheck ist ein bundesweit vom Umweltministerium gefördertes Projekt zur Energieeinsparung. Die erste dreijährige Förderperiode im Havelland ging nun zu Ende.

Angebot richtet sich an ärmere Haushalte

Das Angebot, die eigenen vier Wände energetisch unter die Lupe nehmen zu lassen, richtet sich dabei vor allem an Leistungsbezieher nach SGB II. „Es geht darum Energie zu sparen und gleiche Chancen herzustellen“, erklärt Dennis Granzow, Dezernent für Arbeit beim Landkreis Havelland. So sollen auch Haushalte mit geringen finanziellen Möglichkeiten die Chance erhalten, ein solches Angebot wahrzunehmen.

„Die Haushalte sparen dann ja nicht nur Energie, was gut für die Umwelt ist, sie sparen auch Geld. Schließlich müssen auch Leistungsbezieher einen Teil ihrer Energiekosten selbst bezahlen“, betont Granzow. Langfristig würden allein die bis jetzt beratenen Haushalte zusammen rund 340 000 Euro sparen.

Beratung wird inzwischen gut angenommen

„Zu Beginn mussten wir aber erst einmal starke Akquise betreiben und das Angebot bekannt machen. Mittlerweile melden sich die Menschen schon von selbst bei uns“, erklärt Teamleiter Uwe Dittert. Die anfängliche Skepsis sei nicht ungewöhnlich.

„Viele haben sich bis dahin noch nicht mit diesem Thema beschäftigt, weil sie andere Probleme haben. Sie mussten erst für Klimaschutz sensibilisiert werden“, erklärt Umweltdezernent Henning Kellner. Für Kellner ist auch wichtig, Haushalte mit Kindern zu beraten, um schon bei den Kleinen ein Bewusstsein dafür zu wecken, wie man zu Hause Energie einsparen kann. Die Nachfrage nach dem Stromsparcheck sei in Nauen und Rathenow indes höher als in Falkensee.

Zweite Förderperiode startet

Bei der Beratung geht es darum, Stromfresser zu entdecken. Ausgetauscht werden nicht nur Leuchtmittel, auch verbrauchsärmere Wasserhähne gehören zum Standard. Insgesamt wurden Energiesparartikel im Wert von 22 561 Euro verbaut.

Das Projekt geht nun in die zweite Runde. Das Team soll sogar auf fünf Mitarbeiter aufgestockt werden. Durch geänderte gesetzliche Bedingungen, wie etwa dem Teilhabegesetz, seien die Möglichkeiten der Eingliederung in den Arbeitsmarkt nun deutlich einfacher, sagt Denis Granzow.

Von Danilo Hafer