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Havelland Sturm „Friederike“ hat das Havelland verschont
Lokales Havelland Sturm „Friederike“ hat das Havelland verschont
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13:03 19.01.2018
Am Ortsausgang Friesack kam ein Auto mit vier Insassen von der Fahrbahn ab und fuhr gegen einen Baum. Es ging relativ glimpflich aus. Quelle: Privat
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Havelland

Sturm „Friederike hat das Havelland im Wesentlichen verschont. „Es war zum Glück sehr ruhig. Wir hatten insgesamt nur fünf Einsätze. So konnten die Feuerwehrkameraden zu Hause bei ihren Familien bleiben“, sagte Kreisbrandmeister Lothar Schneider. Tragisch sei jedoch, dass ein Feuerwehrmann bei einem Einsatz in einem anderen Bundesland ums Leben gekommen ist.

Als erste im Havelland mussten die Feuerwehrleute aus Dallgow-Döberitz ausrücken. Wie Feuerwehrchef Oliver Frandrup-Kuhr berichtete, drohte an der Landesstraße 20 von Seeburg in Richtung Groß Glienicke – Abzweig zur Waldsiedlung – ein Baum auf die Fahrbahn zu fallen. Das war gegen 17.30 Uhr. Die Kameraden haben die Gefahrenstelle umgehend beseitigt. Danach gab es für die Dallgow-Döberitzer keine Einsätze mehr.

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Gegen 20 Uhr wurde die Feuerwehr im Wustermarker Ortsteil Priort alarmiert. Die Einsatzkräfte mussten in den Weinbergsweg. „Vor einer Einfahrt war ein Baum auf die Fahrbahn gefallen“, berichtete Gemeindebrandmeister Jürgen Scholz. „Wir haben hier wirklich Glück gehabt.“ Und auch die Brieselanger wurden nur zu einem Einsatz gerufen, nämlich gegen 20.30 Uhr nach Alt-Brieselang. „Auf der L 201 ragte in einer Kurve ein drei Meter langer Ast etwa 20 Zentimeter in die Fahrbahn hinein“, sagte Gemeindewehrführer Marco Robitzsch. Im Westhavelland war nahe Stechow ein Baum auf die Fahrbahn gefallen, ebenso auf der L 17 zwischen Kleßen und Stölln.

Ganz ruhig blieb es hingegen sowohl in Falkensee als auch in Nauen, Ketzin/Havel und Schönwalde-Glien. Dort wurde nicht ein einziger sturmbedingter Einsatz registriert. Das Gleiche gilt auch für das Amt Friesack. Allerdings vermeldete Vize-Amtswehrführer Stefan Scharschmidt, dass gegen 13.30 Uhr am Ortsausgang Friesack in Richtung Nauen ein Auto mit vier Insassen nach rechts von der Straße abkam und gegen ein Baum fuhr. Es musste jedoch niemand ins Krankenhaus. Zum Zeitpunkt des Unfalls soll es stark geschneit haben.

Wie Lothar Schneider sagte, habe sich schon mittags abgezeichnet, dass der Sturm nicht ganz so heftig wird wie anderswo. Die Sturmwarnung Stufe 2 wurde von 17 bis 19 Uhr ausgerufen und dann bis 0 Uhr verlängert. „Gegen 22 Uhr war aber schon fast gar nichtsmehr.“

Von Andreas Kaatz