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Havelland Swing mit Sekt und Selters
Lokales Havelland Swing mit Sekt und Selters
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18:27 01.02.2013
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FALKENSEE

. Ins Falkenseer Partei-Kreisbüro kamen am Donnerstagabend zahlreiche Frauen zum Neujahrsempfang mit Konzert. Die Opernsängerin Ilsegret Weuda begeisterte mit deutschem Swing der zwanziger, dreißiger und vierziger Jahre. Ihr Ehemann Marian Weuda, ebenfalls studierter Musiker, begleitete sie am Piano.

„Ich bin überwältigt vom heutigen Zuspruch“, sagte Ursula Nonnemacher. Im rappelvollen Grünen-Büro in der Potsdamer Straße summte es wie in einem Bienenstock. Die Besucherinnen nutzten die Gelegenheit zum Plaudern bei Sekt, Selters und Biobuffet gern, bevor Ilsegret Weuda mit dem Schlager „Schönes Wetter heute – und so nette Leute“ mit leichter musikalischer Kost auf den Abend einstimmte.

Ganz entspannt ging es weiter mit schwungvollen Liedern, die Ilsegret Weuda mit charmantem Augenzwinkern und viel Verve vortrug. „Es war eine tolle Zeit. In den zwanziger Jahren gingen viele Frauen einer beruflichen Tätigkeit nach und eroberten sich neue Gebiete wie beispielsweise den Film“, sagte die Sängerin und erinnerte an Evelyn Künnecke. Diese schaffte es als einzige deutsche Sängerin, im Dritten Reich den von Nationalsozialisten verpönten Swing zu singen. Mit dem schwungvollen Schlager „Schade, gestern warst du noch süß wie Schokolade“ aus dem Jahr 1949 sang Ilsegret ein Stück der Urberliner Göre. Über Lieder von Marika Rökk und fröhlich-absurde Schlager wie „Ich möchte so gern, ich weiß nur nicht was“ kam die Opernsängerin zum Klassiker der Andrew Sisters „Bei mir bist du schön“. Das Publikum summte erst zaghaft, dann immer lebhafter mit und applaudierte jubelnd nach jedem Song.

Als gebürtige Falkenseerin studierte Ilsegret Weuda an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Für die Gestaltung der Rolle des Cherubino in Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“ erhielt sie 1999 den Interpretationspreis der Burg Beeskow. In Berlin sang sie die Titelpartie in „Dido und Aeneas“ von Purcell, trat in der Deutschen Oper sowie der Berliner Staatsoper auf.

Vor Jahren entdeckte sie die Musikpädagogik als ihr Aufgabenfeld und widmet sich nun dem Einzel- und Gruppenunterricht. Seit über zehn Jahren unterrichtet Ilsegret Weuda an einer Potsdamer Musikschule. Die 40-Jährige bildet sich selbst weiter in Rhythmik, Bewegung und Tanz. Von der Universität Potsdam bekam sie einen Lehrauftrag für Gesang. Als Stimmbildnerin und Coach qualifiziert, leitet sie Chöre und Vokalensembles im Havelland, darunter den gemischten Chor in Schönwalde und den Falkenseer Küchenchor. Er wurde nach dem Probenort benannt – der Küche von Stammtisch-Mitbegründerin Ulrike Legner-Bundschuh.

Der Frauenstammtisch war im Mai 2010 aus der Taufe gehoben worden und erfreut sich reger Teilnahme bei Vorträgen, Diskussionen und nicht zuletzt beim Netzwerkknüpfen. Zu Gast waren stets interessante Frauen – so die Dokumentarfilmerin Heide Gauert, die Karikaturistin Amelie Glienke alias Hogli, Museumsexpertin Gabriele Helbig, die Tänzerin Sabrina Schuh, die Ärztin Julia Horst-Siems oder die oberste Verfassungsschützerin Brandenburgs Winfriede Schreiber und viele mehr.

Während der Brandenburgischen Frauenwoche wird am 7. März Catrin Seeger, Leiterin des Frauenhauses Rathenow und Sprecherin des Netzwerkes brandenburgischer Frauenhäuser, beim Jubiläumsstammtisch zu Gast sein. Es wird die 20. Runde. (Von Judith Meisner)

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