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Havelland „Traumschüff“ machte in Strodehne Station
Lokales Havelland „Traumschüff“ machte in Strodehne Station
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16:33 26.08.2019
Auf dem „Traumschüff“ am Strodehner Havelufer wurde Theater gespielt. Quelle: Norbert Stein
Strodehne

Die Weiden spendeten bei hochsommerlichem Wetter angenehm Schatten, das waren die besten Zuschauerplätze. Noch einmal waren am Sonntag rund 50 Besucher zu einer besonderen Theateraufführung auf dem am Havelufer ankernden „Traumschüff“ gekommen. Bei dem Theater im Fluss ist der Name Programm.

23 Stationen

Junge Schauspieler machen nämlich auf dem Wasser Theater. Dafür wird das „Traumschüff“ zur Bühne, während es sich das Publikum am Ufer gemütlich macht. 2019 macht das Schiff in seiner dritten Saison mit Heimathafen in Havelberg in 23 Orten Station.

Wieder in Strodehne

Am vergangenen Donnerstag kam das Schiff mit zwölf Schauspielern und technischem Personal an Bord nach Strodehne und blieb bis Montag. Am Sonntag ging es nach Plaue, danach kommt das Schiff nach Premnitz und Rathenow. In Strodehne ankerte die Besatzung nach 2019 am Wochenende nun das zweite Mal.

Die Besucher interessierten sich für das Angebot. Quelle: Norbert Stein

Ortsvorsteherin Edeltraud Massow organisierte mit Frauen und in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein und den 1.Motorboot- und Segelverein Strodehne die Betreuung der Schiffsbesatzung und ihrer insgesamt vier Aufführungen. „Wir wurden von den Einwohnern wieder herzlich aufgenommen“, sagte Regisseur David Schellenberg nach der Abschlussvorstellung und versprach „Wir kommen auch 2020 nach Strodehne“.

Schwimmendes Wandertheater

Das „Traumschüff“ sei ein schwimmendes Wandertheater speziell für den ländlichen Raum, erklärte die Marketingleiterin Myriam Osterkamp. 50 bis 100 Besucher kamen jeden Abend zu den Aufführungen am Strodehner Havelufer.

Der Auftakt

Thomas Harzem eröffnete mit der Performance Gelb/Osten den Aufführungsreigen, am nächsten Abend folgte das Theaterstück „Hinter den Fenstern“ und am Samstag stand „Treue Hände, Teil 1“ auf dem Programm. Zum Schluss gab es dann mit drei Schauspielern in 17 Rollen „Treue Hände Teil 2“ auf die schwimmende Bühne.

Treue Hände

Das Stück handelt vom Leben Anfang der 1990er Jahre in Ostdeutschland. Die Mauer ist gefallen, das Land verändert sich rasant. Zwischen Hoffnung und Enttäuschung, zwischen Goldgräberstimmung und Zukunftsangst wird die ostdeutsche Wirtschaft neu organisiert. Die Treuhandanstalt kommt ins Spiel und Lehrer suchen Wege in ein neues Bildungssystem.

Die Schauspieler – Szene aus „Treue Hände“. Quelle: Norbert Stein

Mittendrin ist Gitti (Meike Kopka), die ehrgeizig versucht, sich in dem neuen System einen Platz zu erarbeiten, während ihr Freund Dirk (Jocob Plutte) für den Sozialismus und ihre beste Freundin um ihren Arbeitsplatz kämpft. Das Gitti nun einen Job bei der Treuhandanstalt annimmt, stellt ihre Beziehung auf eine Zerreißprobe.

Die Region profitiert

„Treue Hände“ ist eine Hörtheater-Satire von Nikola Schmidt mit ostdeutschem Lebensbezug in der Wendezeit. Und fand wohl auch deshalb Gefallen beim Publikum am Strodehner Havelufer. Das „Traumschüff“ habe das kulturelle Leben von Strodehne bereichert, sagt die Ortsvorsteherin und Bürgermeister Guido Quadfasel bemerkte: „Davon profitiert die ganze Region.“

Von Norbert Stein

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