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Havelland Ulrike Hogrebe ausgezeichnet
Lokales Havelland Ulrike Hogrebe ausgezeichnet
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16:30 20.01.2013
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POTSDAM/NEUWERDER

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„Mit hintergründigen Figurationen, die oft in rätselhafte Episoden gestellt sind, zielt Ulrike Hogrebe auf die immerwährenden existenziellen Zusammenhänge, die sie zu kleinen Bildgeschichten formt“, heißt es in der Begründung der Jury zur Verleihung des Preises an Ulrike Hogrebe. In ihrem aktuellen Ausstellungsprojekt „Tagebuchnotizen vom Lande“ spüre sie anhand eigener Erfahrungen den Erscheinungen ländlichen Daseins nach, betreibe gewissermaßen Spurensuche nach dem Humanen, heißt es in dem Urteil der Jury weiter.

Ulrike Hogrebe, die 1954 im westfälischen Münster geboren wurde, lebt und arbeitet seit fast 20 Jahren in Neuwerder. Zuvor hatte sie, von 1975 bis 1982, an der Berliner Hochschule der Künste Malerei studiert, unter anderem bei den Professoren Schoenholtz und Ohlwein.

Neben ihrer eigenen künstlerischen Arbeit rief Ulrike Hogrebe im Jahr 2006 die Ausstellung „Land(Schafft)Kunst“ ins Leben, die seitdem im Zwei-Jahresrhythmus in Neuwerder stattfindet. Der Ort verwandelt sich während der Ausstellungswochen in eine große Galerie. Bürger stellen Scheunen, Vorgärten, entleerte Stallungen, die ehemaligen Backhäuser als Ausstellungsorte zur Verfügung. Im vergangenen Juni, bei der letzten Land(Schafft)Kunst-Auflage, die mittlerweile von einem Verein organisiert wird, präsentierten 25 renommierte Künstler ihre Arbeiten in dem Kolonistendorf.

„Künstlerinnen und Künstler leben auch von öffentlicher Anerkennung. Mit dem Preis, den wir heute erstmals verleihen, verfolgen wir auch die Absicht, den einzelnen Künstler stärker in den Blick zu nehmen und seine Leistung angemessen zu würdigen“, sagte Ministerin Sabine Kunst am Freitag in ihrem Grußwort.

Der Preis in Höhe von 2200 Euro für bildende Künstler ist als Arbeitsstipendium gedacht. Mit dem Geld sollen die Künstler in die Lage versetzt werden, Entwürfe zu realisieren, geplante Arbeiten zu beginnen, Begonnenes fortzusetzen oder zu beenden.

Sabine Kunst übergab am Freitagabend insgesamt elf Preise, davon fünf in der Sparte Literatur (Bettina Abarbanell, Julia Schoch, Antje Wagner, Ralf Findeisen, Vera Kissel), drei für Bildende Kunst (Ulrike Hogrebe, Tina Flau, Katrin von Lehmann), zwei für Musik (Ursula Weiler, Jacaranda-Ensemble) und einen für Darstellende Kunst (Golde Grunske). (Von Markus Kniebeler)

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