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Havelland Unterwegs nach Deutschland
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15:04 01.03.2018
FALKENSEE

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Aber was heißt Wiederannäherung? Diejenigen, die am 8. April 1992 die Frauenbrücke Ost-West ins Leben riefen, haben das ganze Deutschland nie zuvor oder wenn, dann kaum bewusst erlebt. Marlies Wutta (59) aus Falkensee, heute Mitarbeiterin im Personalbereich der Stadtverwaltung und in ihrem ersten Leben Erzieherin, stieß sehr früh dazu. Edeltraut Funke, damals Gleichstellungsbeauftragte in Falkensee, nahm sie einfach mit zu einem der ersten Brücken-Treffs. Das war in Halle an der Saale und brachte Marlies Wutta so in Rage, dass sie um ein Haar wieder davon gelaufen wäre. Die Westmoderatorin zog eine peinliche Show ab: Auf der einen Seite die bösen Ostmütter, die ihrer Karriere zuliebe ihre Kinder der „Staatserziehung“ überließen. Auf der anderen die selbstlosen Westmütter, die ganz zum Wohle der eigenen Nachkommen alle beruflichen Träume begruben. „Diese Schwarz-Weiß-Malerei ging mir absolut gegen den Strich“, erinnert sich Marlies Wutta, die drei Kinder groß gezogen hat und dennoch mit Hingabe ihrem Beruf nachging, „so dass ich einen wütenden Brief an Helga Niebusch-Gerich, die Vorsitzende der Frauenbrücke, schrieb.“ Es sollte der Beginn einer langen Freundschaft werden – der zur Frauenbrücke Ost-West, wo Marlies Wutta inzwischen schon viele Jahre als Beisitzerin im Vorstand mitwirkt. Jetzt hat sie um sich einige Gleichgesinnte geschart, die auch in Falkensee eine Regionalgruppe gründen wollen.

Doch haben sich nicht längst die Klischees erledigt, spätestens jetzt, da bundesweit das Netz der Kinderbetreuung konzertiert ausgebaut und in seinen Vorzügen geschätzt wird? Gewiss, sagen die Initiatorinnen. Doch in den Gesprächen, die die Frauenbrücke in all den Jahren führte, habe sich eine Fülle neuer Themen ergeben, die Frauen in Ost und West bewegen – bewegen müssen. Und speziell in Falkensee treffen, auch 23 Jahre nach dem Mauerfall, noch immer unterschiedlich geprägte Sichtweisen ost- und westdeutscher Perspektiven aufeinander.

Wer mehr über die Frauenbrücke erfahren will, ist am Sonntag, dem 3. März, um 16 Uhr im Kulturhaus „Johannes R. Becher“, Havelländer Weg 67, richtig. Dort stellt die Gründungsvorsitzende Helga Niebusch-Gerich das Buch „Unterwegs nach Deutschland. Über die Frauenbrücke Ost-West“ vor. (Von Hiltrud Müller)

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