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Havelland VBB und DB stocken auf: Pendler haben endlich mehr Platz in den Zügen
Lokales Havelland VBB und DB stocken auf: Pendler haben endlich mehr Platz in den Zügen
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12:44 04.11.2019
Ein Zug der RB 10 in Falkensee.
Ein Zug der RB 10 in Falkensee. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Havelland

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg und die DB Regio setzen seit diesem Montag ihre angekündigten Kapazitätserhöhungen auf den Linien R E7, RB 10, RB 13 und RB 14 um. Die Bahn hatte dafür 21 zusätzliche Doppelstockwagen und vier Lokomotiven aus anderen Regionen beschafft, die den Regionalverkehr verstärken sollten.

Allerdings hatten Verzögerungen bei der Instandhaltung, fehlende Zulassungen für umgebaute Fahrzeuge und ein höherer Bedarf an Fahrzeugen aufgrund von Bauarbeiten, die volle Umsetzung bisher verhindert. Werktags sollen zusätzlich 1000 Sitzplätze geschaffen werden. Konkret bedeutet dies auf der Linie RE 7 nun 467 Sitzplätze, auf der Linie RB 10 580 Sitzplätze und auf der Linie RB 13 300 Sitzplätze.

VBB und DB Regio haben sich in den vergangenen Wochen auf einen Maßnahmenplan verständigt, mit dem die geforderte Sitzplatzkapazität ab November angeboten werden kann. So werden für die Linien RE 7 und RB 14 passfähige Züge der RB 11 eingesetzt.

Auf der RB 11 kommen stattdessen teils Doppelstockwagen zum Einsatz. Zudem werden weitere Doppelstockwagen aus der sogenannten „überregionalen Reserve“ angemietet, um die Behängung mit fünf Doppelstockwagen zu sichern. Um den Instandhaltungsrückstau abzubauen, sollen Werkstattleistungen auf weitere Werkstätten und andere Unternehmen ausgelagert werden.

VBB und Bahn würden nun an einem Strang ziehen, um den Fahrgästen mehr Leistung anzubieten. „Die Geduld der Fahrgäste, die sich morgens und abends in die zum Teil zu kurzen und dadurch übervollen Wagen drängeln müssen, ist langsam erschöpft. Ich freue mich, dass DB Regio deutlich gemacht hat, die vereinbarten Maßnahmen nun endlich realisieren zu können und hoffe sehr, dass dadurch spürbare Entlastung in den Zügen erreicht wird“, sagte VBB-Geschäftsführerin Susanne Henckel. Auch die Bahn bedauere, dass die Versprechen bisher nicht voll umgesetzt wurden.

Von MAZ

01.11.2019
01.11.2019