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Havelland Varianten für Radwege in Falkensee
Lokales Havelland Varianten für Radwege in Falkensee
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00:37 13.04.2018
Auf dem Südteil der Potsdamer Straße ist Fahrradfahren in Falkensee kein Vergnügen. Seit Jahren wird über Abhilfe diskutiert. Quelle: Foto: Tanja M. Marotzke
Falkensee

Radfahren an der Potsdamer Straße von Falkensee ist alles andere als Genuss-Radeln. Zwischen Straße der Einheit und südlicher Stadtgrenze haben es Radfahrer schwer. Sie quälen sich über die viel befahrene Straße mit schlechtem Zustand oder sie hoppeln über einen unbefestigten Grasstreifen, den sie sich noch mit Fußgängern teilen müssen.

Kritischer Abschnitt

Nun soll sich endlich etwas tun auf dem kritischen Abschnitt. Im Bauausschuss wurden am Montagabend vier Varianten für einen Ausbau des 600 Meter langen Bereiches vorgestellt. Rund 8000 Fahrzeuge fahren hier täglich lang, in Höchstzeiten sind es mehr als 800 in der Stunde.

Dabei hat das Projekt schon eine Vorgeschichte. Er stand sogar mal auf Platz 2 der Prioritätenliste der zu bauenden Radwege, den die Falkenseer Abgeordneten erstellt hatten. Dann war das Projekt aber wieder von der Liste genommen worden, als sich zeigte, dass die Dallgower Pläne wohl nicht aufgehen.

Dallgower Pläne liegen auf Eis

Die Dallgower hatten 2015 in ihren Haushalt stattliche 400000 Euro eingestellt, um einen einseitigen Radweg an der alten Landesstraße 20 von Dallgow-Dorf nach Falkensee zu bauen. Ein Vor-Ort-Termin an der Bahnbrücke brachte jedoch massive Bedenken von Polizei und Verkehrsbehörde hervor: Sie forderten wegen der Sicherheit im Prinzip eine zweite Brücke für Radfahrer und Fußgänger. Das sprengte jedoch die finanziellen Vorstellungen der Dallgower, die das Vorhaben erst mal auf Eis legten. Das haben sie Anfang des Jahres auch bestätigt, als sich die Abgeordneten von Falkensee und Dallgow-Döberitz zu einer gemeinsamen Sitzung trafen.

Nun wollen die Falkenseer sich aber nicht weiter abwarten, ob und wann die Dallgower etwas machen, sie wollen auf ihrer Gemarkung an der Potsdamer Straße eine Lösung schaffen, auch wenn die an der Stadtgrenze nicht mit einem separaten Radweg fortgeführt wird.

Vier Varianten diskutiert

Jens Peitsch vom Planungsbüro IWA stellte mehrere Varianten vor. Variante 1 sah zwei farblich abgetrennte Bedarfsstreifen auf der Fahrbahn und einen separaten Gehweg auf der Westseite vor. Variante 2 wäre ein separater Radweg auf der Westseite mit Begegnungsverkehr, also von Radlern in beide Richtungen zu benutzen. Variante 3 sprach sich für zwei Gehwege aus, die für Radfahrer frei seien. Variante 4 sieht zwei separate Radfahrspuren, ähnlich der Spandauer Straße. Peitsch lieferte auch gleich Argumente für und gegen die Varianten: am besten schnitt Variante 1 ab, Variante 2 mit dem Begegnungsverkehr ist sehr konfliktträchtig. Variante 3 wird von der Verkehrsgenehmigungsbehörde nicht gern gesehen. Variante 4 ist die teuerste Idee, für die auch die meisten Bäume fallen müssten.

Optionen für Friedrich-Engels-Allee

Eine Entscheidung fällten die Abgeordneten am Montag nicht, sie wollen das noch einmal in den Fraktionen beraten. Ähnlich abwartend entschieden sie sich bei den vorgestellten drei Optionen für die Friedrich-Engels-Straße. Das Büro nts stellte sie für den 1,7 Kilometer langen Abschnitt vor. Allerdings fiel die Variante „Verbreiterung der Fahrbahn und Fällung aller 103 Bäume auf der Nordseite“ schon mal gleich durch und die Diskussion ging eher in die Richtung, ob ein grundhafter Ausbau der Straße nötig sei, ob Radwege an dieser Straße wirklich auf der Prioritätenliste so weit oben stehen müssten und ob hier nicht eher ein Gehwegproblem zu lösen sei.

Von Marlies Schnaibel

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