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Havelland Vieles möglich beim Lärmschutz in Brieselang
Lokales Havelland Vieles möglich beim Lärmschutz in Brieselang
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02:32 28.04.2018
Auch die Menschen in Zeestow-Luch werden in Zukunft entlastet. Quelle: Marotzke
Brieselang

Die Landesstraße 202 südlich von Brieselang soll in Zukunft verlegt werden. Vorgesehen ist, dass sie etwa in Höhe Lidl nach Süden in Richtung Autobahn abzweigt. Die Trasse steht bereits fest. „Derzeit sind wir dabei, Gespräche mit den Grundstückseigentümern zu führen. Danach geht dann der Planungsauftrag raus“, sagte kürzlich Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU).

Wenn die Baumaßnahme abgeschlossen ist, wird sie erheblich mit dazu beitragen, dass sich im südlichen Bereich von Brieselang die Lärmwerte reduzieren. Dies ist für das geplante Wohngebiet auf dem so genannten Gutsmann-Gelände auch unbedingt notwendig. „Wenn dort Wohnen ermöglicht werden soll, dann sind bezüglich Lärmschutz Veränderungen erforderlich, in welcher Form auch immer“, sagte Bauamtsleiter Uwe Gramsch.

Verkehrsprognosen für 2025

Die Gemeinde hatte jetzt eine Untersuchung in Auftrag gegeben um zu klären, was rein technisch möglich ist – ausgehend von Verkehrsprognosen für das Jahr 2025.

So rechnet man für die L 202 mit 11 830 Kfz pro Tag. Davon würden bei einer Verlegung der Straße etwa 9600 über die neue Trasse fahren und die übrigen weiter Richtung Zeestow – wenn die Brieselanger Straße nicht sogar gekappt wird. Dann wäre es noch ruhiger.

Um die Pappelallee und damit auch den Bereich vor der Zeebra-Grundschule zu entlasten, könnte es eine zusätzliche Straße zur Erschließung des neuen Wohngebietes geben. Diese würde von Nord nach Süd direkt neben der Autobahn verlaufen.

Wie die Untersuchung gezeigt hat, fällt ihre Geräuschentwicklung nicht ins Gewicht. „Die neue Straße hat keine Auswirkungen, sie geht im Lärm der Autobahn unter“, so Gramsch. 7500 Kfz am Tag sind prognostiziert.

17 Meter hoher Lärmschutzwall denkbar

Um das neue Wohngebiet abzuschirmen und mindestens Lärmwerte für ein Mischgebiet zu erzielen, gibt es verschiedene Varianten. So könnte ein 17 Meter hoher Lärmschutzwall für vertretbare Werte sorgen.

Effektiver und möglicherweise nicht ganz so teuer wäre eine sechs Meter hohe Lärmschutzwand direkt neben der Autobahn. Und auch eine Kombination aus Wand und einem 12-Meter-Wall ist denkbar.

Zudem könnte im südlichen Teil des Gutsmann-Geländes ein etwa 15 Meter hoher Gebäuderiegel mit Wohnungen oder Büros entstehen, der ebenfalls zur Lärmabschirmung beiträgt.

Investor muss sich finanziell beteiligen

Aber welche Variante auch kommt: „Der Investor, der ein Interesse daran hat, dass die Lärmwerte eingehalten werden, müsste sich finanziell daran beteiligen“, so Gramsch. Dies sei Teil der laufenden Verhandlungen über den städtebaulichen Vertrag zwischen Gemeinde und Investor.

Der Bauamtsleiter stellt abschließend fest: „Die Lärmschutzmaßnahmen bringen eine deutliche Veränderung der Wohnqualität. Auch die Menschen außerhalb des Wohngebietes hätten etwas davon.“

Von Andreas Kaatz

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