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Havelland Vogelsang: Flutlichtanlage ist bald einsatzbereit
Lokales Havelland Vogelsang: Flutlichtanlage ist bald einsatzbereit
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02:15 19.10.2017
Zur Probe wurde der Boden schon mal aufgebuddelt. Hier soll einer der vier Flutlichtmasten aufgestellt werden. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Dem Rathenower Volkssportpark Vogelgesang wird ein Licht aufgehen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Am Montag hat der lang umkämpfte Bau einer Flutlichtanlage begonnen. Bis Ende November sollen die Masten installiert sein, die künftig auch Spiele bei Dunkelheit ermöglichen. „Der Verein freut sich, dass es endlich losgeht“, sagt Ingo Kahlisch, Geschäftsführer des FSV Optik Rathenow und Trainer der ersten Herrenmannschaft. „Für die Anlage haben wir jahrelang gekämpft.“

Um zu begreifen, dass es höchste Zeit für die Lichtanlage ist, muss man sich nur die Tabelle der Oberliga Nordost/Nord anschauen. Nach neun Spieltagen steht die erste Herrenmannschaft des FSV Optik Rathenow souverän an der Spitze. Nachdem die Rathenower in der vergangenen Saison in den Relegationsspielen für die Regionalliga knapp scheiterten, ist der Aufstieg in die höhere Spielklasse jetzt wieder zum Greifen nah.

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Voraussetzung des Deutschen Fußballbundes für alle Regionalliga-Teams ist eine Flutlichtanlage. Jetzt, wo diese nach hartem Ringen installiert wird, kann sich der Verein voll auf seinen sportlichen Auftritt konzentrieren. Ingo Kahlisch ist die Erleichterung darüber anzumerken.

Für den Bau der Anlage verantwortlich ist die F-S-B GmbH (Flutlicht Systeme Beling), eine Spezialfirma aus Wiesbaden. Nach Auskunft von Geschäftsführer Manfred Behling installiert das Unternehmen zwischen 60 und 70 Flutlichtanlagen im Jahr. Die wohl bekannteste steht in der Commerzbank-Arena in Frankfurt am Main, in der Eintracht Frankfurt seine Bundesligaspiele absolviert.

So groß ist das Rathenower Vorhaben naturgemäß nicht. Errichtet werden vier 22 Meter hohe Masten. An den Ecken des Spielfeldes, rund zehn Meter von der Außenlinie entfernt, werden in den kommenden Tagen die Fundamente aus Stahlbeton gegossen, auf denen die Masten installiert werden. Außerdem sind die Kabelgräben auszuheben, in welche die Leitungen gelegt werden. Eine Stromleitung bis zum Stadion ist vorhanden. Allerdings muss auf dem Gelände ein neuer Schaltschrank installiert werden, von dem der Strom für die Masten eingespeist wird.

Die Masten selbst werden in der Woche vom 13. bis 17. November aufgestellt. Jeder Mast wird mit elf LED-Scheinwerfern bestückt, die es auf die vom DFB vorgeschriebene Beleuchtungsstärke von 400 Lux bringen.

Der Aufbau der zweiteiligen Masten ist nach Auskunft Behlings keine große Sache. Nach einigen Testläufen und Justierungen könne die Anlage schon in der Woche nach der Aufstellung in Betrieb genommen werden.

Die LED-Technik hat gegenüber den früher gebräuchlichen Halogen Metalldampflampen zwei große Vorteile. Zum einen reduziert sich der Stromverbrauch um rund 30 Prozent. Zum anderen erreichen die Lampen unmittelbar nach dem Einschalten ihre volle Leuchtkraft. Die Aufwärmphase alter Anlagen, die bis zu zehn Minuten dauern konnte, entfällt.

Jeder der vier Masten kann separat eingeschaltet und gesteuert werden. Beim Training auf ein Tor etwa genügt es, die beiden Masten an der jeweiligen Kopfseite anzuschalten. Rund 360 000 Euro kostet die Installation der Anlage. 200 000 Euro bezahlt das Land, 100 000 Euro steuert der Kreis bei, den Rest hat die Stadt Rathenow nach einigen Diskussionen locker gemacht.

Von Markus Kniebeler