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Havelland Volkssolidarität gründet Selbsthilfegruppe „Schlaganfall“
Lokales Havelland Volkssolidarität gründet Selbsthilfegruppe „Schlaganfall“
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18:01 05.02.2019
Bei einem Schlaganfall ist schnelle medizinische Hilfe geboten. Quelle: Nicolas Armer/dpa
Rathenow

Auf einmal waren die Symptome da. Karl Ortner (Name von der Redaktion geändert) hatte den Eindruck, sein Gesicht sei taub. Plötzlich hatte er Schwierigkeiten, Sätze und Wörter zu bilden. Ihm war schwindelig, er sah nicht mehr richtig.

Diagnose Schlaganfall. Nun muss es schnell gehen. Viereinhalb Stunden Zeit haben Helfer höchstens – besser ist es, wenn der Patient schneller ins Krankenhaus kommt. Wenn die Therapie einsetzt und später eine Rehabilitation angeordnet wird, dann kann der Patient sich auf den Weg machen, der zurück in ein normales Leben führt.

Interessanten gesucht

Das aber ist schwieriger, als gedacht. Roswitha Lange von der Volkssolidarität in Rathenow sucht deshalb Interessenten, die in einer Selbsthilfegruppe Schlaganfall dabei sein möchten. „Da gerade Menschen nach einem Schlaganfall sehr oft Einschränkungen beim Autofahren haben und sogar die Benutzung öffentlichen Verkehrsmitteln mit Schwierigkeiten verbunden ist, möchten wir für Betroffene und Angehörige dieses Angebot machen“, schreibt Roswitha Lange in einer Mitteilung.

Prominente Hilfe

Unterstützung kommt von der Asklepios-Klinik in Brandenburg an der Havel. Professor Stephan Schreiber ist bereit, beim Aufbau der Gruppe zu helfen. „Er hat zugesagt, dass er das eine oder andere Mal zu den Gruppentreffen kommt, um mit seinem Fachwissen die Gruppe zu unterstützen“, so Roswitha Lange, die bei der Volkssolidarität in Rathenow die Selbsthilfekontaktstelle betreut.

In Potsdam gibt es ein Schlaganfall-Mobil Quelle: Bernd Gartenschläger

Und darum geht es: die Betroffenen, die in dieser Gruppe mitmachen möchten, sollten über ihre Erfahrungen mit der medizinischen Behandlung oder auch über ihre persönlichen Probleme und Gefühle sprechen. „Die Interessenten müssen bereit sein, ihre Erfahrungen zu teilen“, so Roswitha Lange.

Es gebe immer mehr Menschen, die den Kontakt zu gleich oder ähnlich Betroffenen suchen. Das betreffe ganz verschiedene Krankheitsbilder – und darunter eben auch den Schlaganfall. „Wer regelmäßig in einer Selbsthilfegruppe mitarbeitet, kann auf diesem Weg lernen, sein Selbstwertgefühl zu steigern, um wieder mehr Spaß am Leben zu haben“, so Roswitha Lange weiter.

Erstes Kennenlernen

Geplant ist, dass sich die Gruppe zunächst einmal im Monat in Rathenow in der Begegnungsstätte „Fidelio“ der Volkssolidarität, Friedrich-Ebert-Ring 80 trifft. Erstmals wird dazu für den 27. März zu 14 Uhr eingeladen. Es ist allso noch etwas Zeit, die von den Initiatoren aber benötigt wird, um genügend Interessierte für den Auftakt zu finden.

Wer Interesse hat, sich dieser Selbsthilfegruppe anzuschließen, kann sich in der Selbsthilfekontaktstelle der Volkssolidarität Rathenow, Ferdinand-Lassalle-Straße 9 unter Telefon 03385 / 53427-18 oder unter roswitha.lange@volkssolidaritaet.de bei Roswitha Lange melden.

Von Joachim Wilisch

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