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Havelland Heimaufsicht hat bislang keine Hinweise auf Misstände in Kinderheim
Lokales Havelland Heimaufsicht hat bislang keine Hinweise auf Misstände in Kinderheim
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10:25 12.12.2019
In einem TV-Beitrag werden gegen die Einrichtungen Regenbogenhaus und Knolle Bolle Haus schwere Vorwürfe erhoben. Es geht um Kindeswohlgefährdung und dubiose Erziehungsmethoden. Quelle: Christin Schmidt
Potsdam

Die Brandenburger Heimaufsicht hat bislang keine Hinweise auf eine mögliche Missstände im havelländischen „Regenbogenhaus“. Das teilte Bildungs- und Jugendministerin Britta Ernst (SPD) am Donnerstag im Landtag mit. Nachdem in dem ZDF-Magazin „Frontal 21“ Vorwürfe gegen den Heimbetreiber laut geworden war, habe die Heimaufsicht am 5. Dezember einen unangemeldeten Besuch im „Regenbogenhaus“ in Kriele durchgeführt und dort Mitarbeiter befragt.

„Es gab dort keine Anzeichen für eine Kindeswohlgefährdung“, sagte Ernst. „Die Hinweise des Beitrags werden sehr ernst genommen.“ Der Träger der Einrichtung sei zu einer schriftlichen Stellungnahme aufgefordert worden, die aber noch nicht vorliegt. Außerdem sei die Staatsanwaltschaft vorsorglich informiert worden.

Vorwürfe bislang nur anonym

Das ZDF-Magazin „Frontal 21“ hatte auf der Grundlage eines anonymen Zeugen über den Verdacht berichtet, in einem Gesundheitshaus des Trägervereins würden schwerstkranke Menschen lediglich homöopathisch behandelt.

Außerdem sollen dort „schamanische Rituale“ bei zum Teil schwer traumatisierten Kindern durchgeführt werden. Die Einrichtung kümmert sich auch um Kinder, die Opfer von Vernachlässigung, Missbrauch und sexueller Gewalt wurden.

Ministerin Ernst (SPD) sagte, die Prüfung der Vorwürfe sei noch nicht vollständig abgeschlossen. Sie distanzierte sich außerdem von schamanischen Ritualen in solchen Einrichtungen. „Ich sehe schamanische Rituale skeptisch“, sagte sie. Allerdings habe bislang nicht geklärt worden können, um welche Praktiken es sich dabei gehandelt haben soll.

Mit den Kindern in der Einrichtung hat die Heimaufsicht noch nicht gesprochen. Es handelt sich um sehr junge Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren, die teils schwerst traumatisiert sind. „Da kann nicht einfach eine Mitarbeiterin des Ministeriums auftauchen und mit ihnen eine Art polizeiliche Befragung durchführen“, sagte Ernst.

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