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Havelland Warten auf Rückenwind
Lokales Havelland Warten auf Rückenwind
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17:27 04.04.2013
RATHENOW

Vor allem für die Tierwelt war und ist das verzögerte Winterende in den vergangenen Wochen nicht leicht gewesen. Schnee, Eis und ungünstige Winde haben unter anderem zu deutlichen Verzögerungen im Flugverkehr geführt. „Manche Arten sind tatsächlich zwei Wochen später dran als in normalen Jahren“, sagt Tobias Dürr von der staatlichen Vogelschutzwarte in Buckow.

Zum Beispiel die Störche. Während Anfang April häufig schon viele Horste besetzt sind, macht sich Adebar in diesem Jahr noch ziemlich rar. Gerade mal eine Handvoll Meldungen liegt bisher aus dem Westhavelland vor.

Bei den Kranichen kann man dagegen ein gegensätzliches Phänomen beobachten. Auf den Maisfeldern in der Region sieht man zum Teil noch ziemlich große Trupps der majestätischen Vögel stehen. Dabei handelt es sich vermutlich um Durchzügler, die eigentlich noch weiter bis nach Skandinavien oder ins Baltikum fliegen wollen. „Die Kraniche warten auf bessere Flugbedingungen. Die brauchen Rückenwind, um größere Strecken zurücklegen zu können“, sagt Dürr. Zum Wochenende soll der Wind tatsächlich auf Süd oder Südwest drehen. Dann wird vermutlich einiger Flugverkehr am Himmel zu beobachten sein.

Für die Vögel, die schon länger in der Region sind, aber auch für spätere Rückkehrer sind nicht so sehr die niedrigen Temperaturen ein Problem, als die schwer zu erreichende Nahrung. Unter einer dichten, womöglich auch noch verharschten Schneedecke finden die Tiere kaum Nahrung. Für die Großtrappen im Havelländischen Luch wurde vor zwei Wochen dafür extra ein Rapsfeld freigelegt (MAZ berichtete).

Probleme könnte es auch in den kommenden Wochen noch geben. Viele Vogelarten stellen zur Brutzeit ihre Ernährung komplett auf Insekten um. Schwalben aber auch Mauersegler sind rein auf Insekten spezialisiert. Durch die kalte Witterung sind aber noch nicht so viele Käfer, Mücken und Falter unterwegs, wie in anderen Jahren. Es könnte also passieren, dass zurückkehrende Schwalben in den kommenden Tagen Schwierigkeiten haben, genügend Nahrung zu finden.

Auch die Säugetiere hatten und haben vor allem mit der hohen Schneedecke zu kämpfen. Wie viele Vogelarten haben es zum Beispiel auch Rehe schwer, an die Nahrung unter dem Schnee heranzukommen. Außerdem kann die verharschte obere Schicht Verletzungen an den empfindlichen Beinen verursachen. Derzeit sieht man häufig größere Gruppen von Rehen auf den Feldern stehen. „Vermutlich müssen die Tiere in einem größeren Radius nach Nahrung suchen und sind deshalb sichtbarer“, sagt Anja Kayser vom Nabu-Landesverband.

Größere Einbrüche bei vielen Populationen befürchten aber weder die Säugetierexpertin noch Tobias Dürr von der Vogelschutzwarte. Schließlich war der Winter zwar ziemlich lang, aber die meiste Zeit über weder besonders kalt noch besonders schneereich.

Wenn es Ende Mai oder Anfang Juni mehrere Tage kalt ist und kräftig regnet, dürfte das für viele Arten, die gerade mitten bei der Jungenaufzucht sind weit verheerendere Folgen haben als der lange Winter. (Von Ralf Stork)

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