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Havelland Weihnachtsbäume knistern im Knutfeuer
Lokales Havelland Weihnachtsbäume knistern im Knutfeuer
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18:30 16.01.2017
In Premnitz loderte das Neujahrsfeuer
In Premnitz loderte das Neujahrsfeuer Quelle: Uwe Hoffmann
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Westhavelland

Das Jahr beginnt für die Feuerwehren in der Region meist mit Weihnachtsbaum-Feuern. Dieser Brauch ist in der Region inzwischen weit verbreitet.

In Premnitz bot der See mit seiner dünnen Eisschicht und dem schneebedeckten Ufer zum Weihnachtsbaumverbrennen wieder eine winterliche Kulisse. Am Samstagnachmittag luden die Freiwillige Feuerwehr und die Stadt Premnitz bereits zum zehnten Mal zum Verbrennen der in den letzten Tagen in den Straßen eingesammelten Weihnachtsbäume ein.

Zum ersten Mal nahm Ralf Tebling in der Funktion des neuen Bürgermeisters die Fackel zum Anzünden des Weihnachtsbaumhaufens um 17 Uhr in die Hand und gab den Premnitzern, die das kleine Ereignis bei Bratwurst und Glühwein genossen, noch die besten Wünsche für das neue Jahr mit auf den Weg.

Statistisches gab es auch von der Feuerwehr: Sie wurde 2016 zu insgesamt 68 Einsätzen alarmiert. Bis auf den Brand eines Einfamilienhauses in Döberitz gab es keine besonderen Schwerpunkte. Ein großer Teil betraf wieder technische Hilfeleistungen. Nach 108 Einsätzen im Jahr 2015, vor allem durch die vielen Einsätze während zweier Stürme, hat sich die Zahl der Einsätze somit wieder auf Normalstand eingependelt.

In Spaatz hatte der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr eingeladen. Quelle: Norbert Stein

In Spaatz organisierte der Förderverein der Ortsfeuerwehr erstmals ein Neujahrsfeuer. Gut gelaunte Besucher, etwas Musik, ein verträglicher Winterabend und in einer großen Feuerschale brennende Weihnachtsbäume. Der Mix stimmte, beim ersten Neujahrsfeuer am Gerätehaus der Ortsfeuerwehr in Spaatz.

Organisiert und vorberietet hatte der Förderverein Freiwillige Feuerwehr Spaatz den gemütlichen Abend an der Feuerschale mit Glühwein und Bratwurst vom Grill. Die Einwohner sorgten für genügend Feuermaterial. Sie brachten von Zuhause ausgediente Weihnachtsbäume mit. So konnten Peter Wilke und weitere Feuerwehrleute über 50 Tannenbäume zum Neujahrsfeuer verbrennen. Das Feuer wärmte die Besucher und knisternde Tannennadeln sorgten für zusätzliche Atmosphäre. „Ein schöner und gelungener Abend“, war sich Manfred Herzsprung mit weiteren Besuchern in einer gemütlichen Gesprächsrunde einig. Das Neujahrsfeuer sei eine prima Idee.

Die Idee erstmals auch in Spaatz ein Neujahrsfeuerwehr zu organisieren, hatten die stellvertretenden Vorsitzenden des 28 Mitglieder zählenden Fördervereins, Marcel Herrmann und Ingo Bünsch, der auch Wehrführer ist in Spaatz. Neujahrsfeuer gibt es schon in vielen Dörfern und Städten, wie zum Beispiel am Wochenende auch in Rhinow und Ferchesar. „Wir wollten einfach probieren ob auch in Spaatz eine solche Veranstaltung zu Beginn des Jahres funktioniert.“, erklärte Ingo Bünsch. „Und wie man sieht, sie wird angenommen“, sagte er zufrieden, als sich etwa 100 Besucher um die Feuerschale versammelt hatten.

Für den Wehrführer ist das auch eine Bestätigung der Arbeit des Fördervereins, der seit nunmehr fünf Jahren die Arbeit der Ortsfeuerwehr unterstützt.

Der Förderverein bring sich aber auch anders in das Leben des Dorfes ein. So organisierte der Förderverein zum 575jährigen Dorfjubiläum im Oktober 2016 eine erfolgreiche Oldtimer-Technikschau. Außerdem bereitet der Verein eine Veranstaltung zur Brandenburger Landpartie vor.

Von Norbert Stein und Uwe Hoffmann