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Havelland Weihnachtsstimmung im Westhavelland
Lokales Havelland Weihnachtsstimmung im Westhavelland
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00:19 13.12.2017
Der Rauschebart startet mit seinem Engel in Semlin zum Rundgang über den zum „Semliner Weihnachtswunder“ gestalteten Dorfanger. Quelle: Norbert Stein
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Havelland

Weihnachtszeit ist auch Märchenzeit. Inge Krüger kommt des Öfteren in die Grundschule Milow, um Kindern etwas vorzulesen. Am Samstag bereicherte sie mit ihrer Vorlesestunde den Milower Weihnachtsmarkt, der rund um die Grundschule stattfand. Inge Krüger war in die Rolle der Frau Holle geschlüpft und saß im weißen Gewand gekleidet in einem Sessel im Leseclub der Grundschule.

Hier gab es – im Gegensatz zu draußen – sogar ein paar Schneeflocken, die funkelten auf dem roten Vorhang, vor dem die Vorleserin Platz genommen hattet. Kerzenbeleuchtung sorgte für eine festliche Stimmung. Der Leseclub hatte sich in ein Märchenzimmer verwandelt und vor Inge Krüger saßen voller Erwartungen die Kinder und lauschten der Märchenfrau.

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Inge Krüger hatte ein großes Buch mit rotem Umschlag aufgeschlagen und las eine Geschichte nach der anderen vor. Zwischendurch animierte sie ihre Zuhörer selbst Märchen zu lesen. „Die Kinder kennen heute leider viel zu wenige Märchen. Dabei regen Märchen die Fantasie an“, betonte Inge Krüger.

Inge Krüger las auf dem Weihnachtsmarkt in Milow den Kindern Märchen vor. Quelle: Norbert Stein

Derweil zog im Keller der Grundschule der Duft von Kaffee und Kuchen durch die Räume. Der Seniorenrat der Gemeinde Milower Land präsentiert sich hier mit einem eigenen Stand. Auf dem Platz vor dem Schulhaus sorgten die Akkordeongruppe für musikalische Adventsstimmung. Auch der Posaunenchor der Kirchengemeinde Milow-Premnitz beteiligte sich und brachte Lieder zu Gehör, während der Weihnachtsmann an die Kinder kleine Geschenke verteilte.

Auf seinem Schlitten hatte er sogar einen Wunschbriefkasten, in den die Kinder ihre gemalten Geschenkwünsche steckten. Der kleine Phil hatte einen Trecker gemalt.
Der kleine, aber feine Weihnachtsmarkt in Milow wurde am Samstag zudem vom TSV Germania unterstützt. Die Vereinsmitglieder boten Glühwein und Bratwurst an und die Besucher genossen die vorweihnachtliche Stimmung.

Auch der Förderverein der Grundschule war dabei und die Schüler der ersten Klasse nutzten die Gelegenheit, die Klassenkasse aufzustocken. Sie hatten mit ihren Eltern Adventsschmuck gebastelt, den sie an die Besucher verkauften. Emil (7) hatte Milower Pflastersteine gebastelt. Seine Mutter, Claudia Wagner, half am Nachmittag den Stand zu betreuen. Christian Ziegel, der Vater des sechsjährigen Johannes, hatte am Vormittag beim Standaufbau geholten. „Wenn alle anpacken, kommt auch der Erfolg“, erklärte Ziegel.

Die Schüler der.1. Klasse bereicherten den Weihnachtsmarkt mit einen Stand mit Adventsgeschenken und hatten dabei Unterstützung von ihren Eltern. Quelle: Norbert Stein

Aber nicht nur in Milow ließen sich die Westhavelländer in Weihnachtsstimmung versetzen. In Semlin weihnachtete es am Samstag rund um den Dorfanger. Hier ließ Ortswehrführer Kuno Friedrich es sich nicht nehmen, den Weihnachtsmann mit seinem Engel im Auto zum „Semliner Weihnachtswunder“ auf dem Dorfanger zu holen.

Viele Besucher schlenderten über den Weihnachtsmarkt, auf dem Kunsthandwerkliches, Schmuck und andere Weihnachtsgeschenke angeboten wurden.

Die Kinder konnten basteln, auf einem Pony reiten oder Alpakas streicheln. In der Festscheune ratterten die Spinnräder und produzierten Wolle. Eugen Gliege präsentierte Bücher mit Sagen und Geschichten aus dem Havelland. Er plauderte mit Besuchern und sagte: „Semlin hat wieder einen schönen Weihnachtsmarkt“.

In Liepe war am Samstag in der Slawenburg Weihnachtsmarkt und in Landin auf dem Platz vorm Dorfgemeinschaftshaus. Am Sonntag verwandelte sich ab 14 Uhr der Rathenower Kirchberg in einen Adventsmarkt. Die Evangelische Kirchengemeinde hatte acuh in diesem Jahr vor und in der Kirche Musikalisches, Kulinarisches, Kunst und Kultur geboten.

Auf dem Rathenower Kirchberg bereicherte am Sonntag der Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde den diesjährigen Adventsmarkt an der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Quelle: Christin Schmidt

Von Norbert Stein