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Havelland Weißes Gold auf dem Schulhof
Lokales Havelland Weißes Gold auf dem Schulhof
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15:52 05.06.2019
Der 1. Juni war der Internationale Tag der Milch. Quelle: MAZ
Hohennauen

Es ist kurz nach 9 Uhr. In der Kleinen Grundschule Hohennauen ist Unterrichtspause. Die Mädchen und Jungen kommen auf den Schulhof, wo sie eine Überraschung erwartet. Mitarbeiter der Agrargenossenschaft Hohennauen begrüßen die Kinder an einer Milchbar und versorgen sie kostenlos mit Milchgetränken und Joghurt aus der Mark Brandenburg.

Der Durstlöscher

Die Kinder schlemmen den Joghurt genüsslich. Die Milch ist nicht nur gesund, sie löscht den Durst an einem sehr warmen Sommertag. Die Aktion ist ein gemeinsamer Beitrag der Agrargenossenschaften Hohennauen und Gülpe sowie des Kreisbauernverbandes Havelland zum Internationalen Tag der Milch, der jedes Jahr am 1. Juni weltweit begangen wird.

Gesundes Getränk

Weil der 1. Juni in diesem Jahr ein Samstag und damit ein unterrichtsfreier Tag war, kamen die Landwirte am Dienstag mit Milchgetränken und Joghurt auf den Schulhof. „Mit der Aktion wollen wir auf die Milch als natürliches und gesundes Getränk aufmerksam machen“, erklärt Peter Wilke, Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Hohennauen, während er Joghurt verteilt.

Interesse wecken

„Wir wollen den Tag aber auch nutzen, um bei den Kindern Interesse zu wecken für die Landwirtschaft“, sagt Peter Wilke weiter. Anschließend wird er mit Raymo Wilke, Mitarbeiter der Agrargenossenschaft, von einem Jungen mit einer Frage überrascht. Ben wollte wissen, ob auch noch eine Kuh auf den Schulhof kommt.

An der Milchbar dem Schulhof in Hochschauen bewirteten  Landwirte die Kinder mit Milchgetränken und Joghurt. Quelle: Norbert Stein

Die Männer sind zunächst etwas verdutzt, erklären den Jungen dann aber, dass eine Kuh auf dem Schulhof wohl doch nichts zu suchen hat. Die Landwirte hatten aber einen Ersatz mitgebracht. Die Kinder konnten Melkversuche an einer Kuh aus Pappe unternehmen.

Wasser statt Milch

Statt Milch gab die Pappkuh allerdings Wasser. Die Frage nach einer lebendigen Kuh am Tag der Milch auf dem Schulhof hatte sich damit erledigt. Kühe von Hand zu melken gehört zur Ausbildung in der Tierwirtschaft, auch wenn die Arbeit heute weitgehend von Robotern oder anderer moderner Technik erledigt wird.

Roboter im Stall

Die Schüler der Kleinen Grundschule können in der Agrargenossenschaft Hohennauen Melkroboter in Aktion sehen, in einem modern eingerichteten Stall mit 500 Milchkühen. Die Milch ist für die Agrargenossenschaft die wichtigste Einnahmequelle. Rund 13 000 Liter werden täglich an eine Molkerei in Brandenburg geliefert, derzeit für 30 Cent je Liter.

Gute Gründe

Dass sich Peter Wilke mit seinen Mitarbeitern zwischen Grassilage und Heueinfuhr Zeit für den Aktionstag auf dem Schulhofgenommen hat, das hat mehrere gute Gründe. Die Landwirtschaft benötigt auch in Zukunft gut ausgebildete Fachkräfte. „Wir wollen besonders Kinder und Jugendliche aus der Region für die Landwirtschaft gewinnen“, erklärt der Geschäftsführer.

Peter Wilke, Geschäftsführer der AG Hohennauen, zeigt Kindern an einer Pappkuh, wie Milch gemolken wird. Quelle: Norbert Stein

Dafür haben in Hohennauen die Agrargenossenschaft und die Kleine Grundschule einen Partnerschaftsvertrag vereinbart. „Klassenzimmer Bauernhof“ nennt der Geschäftsführer ein Beispiel für praxisnahen Unterricht, der helfen soll, Kinder für die Landwirtschaft zu begeistern. Die Agrargenossenschaft wird Wilke zufolge diese Zusammenarbeit intensivieren und auch die Schule bei ihren Projekten weiter unterstützen.

Von Norbert Stein

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