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Havelland Wenn die Agnes mit dem Otto
Lokales Havelland Wenn die Agnes mit dem Otto
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10:00 09.05.2015
Otto und Agnes haben sich für ihren alten Horst auf dem Holzmast entschieden. Quelle: N. Stein
Stölln

Otto und Agnes sind wieder da, das sprach sich wie ein Lauffeuer im Dorf herum. Die Namen haben die Stöllner dem Storchenpaar gegeben und natürlich hat das etwas mit der Fliegerei zu tun. Für Otto Lilienthal war der Vogelflug und insbesondere der Flug der Störche wesentlicher Teil seiner wissenschaftlichen Forschungen in Vorbereitung der eigenen Flugversuche. Agnes hieß die Frau von Lilienthal.

Weil der Strommast schon ziemlich alt ist und langsam wackelig wird, hat der Otto-Lilienthal-Verein vor Ankunft der Störche neben dem Holzmast einen neuen Mast aus Beton aufstellen lassen. Als Unterbau für ein Horst wurde etwas ganz Besonderes auf den Mast gesetzt. Sven Degebrodt hat dafür extra Otto Lilienthals Gleiter „Stölln“ nachgebaut, mit dem er auf dem Gollenberg geflogen ist.

Und was haben Otto und Agnes ziemlich undankbar gemacht? Sie haben sich für den Horst auf dem wackligen Holzmast entschieden. Für René Riep nicht außergewöhnlich. Störche würden meistihr altes Nest nehmen, erklärt der Geschäftsführer des Nabu-Regionalverbandes Westhavelland.

Man hätte also Otto und Agnes den alten Holzmast samt Horst voll und ganz wegnehmen müssen, um sie in das Modell „Stölln“ hineinzuzwingen. „Wir wollten nicht das Risiko eingehen, dass sie den neuen Horst nicht annehmen und sich im Jahr der Buga ein anderes Zuhause suchen“, begründet Horst Schwenzer, Vorsitzender des Otto-Lilienthal-Vereins, warum der Holzmast stehen geblieben ist. Nächstes Jahr soll eraber endgültig abgebaut werden.

Was Otto und Agnes in ihrem Horst auf dem Holzmast so treiben, können die Bugabesucher im Café des Lilienthal-Centrums verfolgen. Der Verein hat dafür an der Giebelwand des Museums eine Videokamera installiert, die das Leben im Storchennest filmt und die Bilder direkt auf einem Bildschirm im Café schickt.

Derzeit geht es aber eher eintönig zu in dem Horst. Die Störche brüten abwechselnd. Wie viele Eier Otto und Agnes ausbrüten, ist im Lilienthal-Centrum nicht bekannt, auch die Videoaufnahmen lassen nichts Genaues erkennen. Lüften dürfte sich das Geheimnis Ende Mai, wenn die Jungen schlüpfen und dann für Leben sorgen im Horst und sicherlich ein Hingucker sind.

Von Norbert Stein

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