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Havelland Wirtschaftsregion unternimmt nächsten Schritt
Lokales Havelland Wirtschaftsregion unternimmt nächsten Schritt
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16:20 10.01.2017
Ein Höhepunkt war im September der gemeinsame Berufemarkt.
Ein Höhepunkt war im September der gemeinsame Berufemarkt. Quelle: Brigitte Einbrodt
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Premnitz

Die drei Städte Brandenburg/H., Rathenow und Premnitz treiben ihre Aktivitäten weiter voran, um die angestrebte gemeinsame Wirtschaftsregion Westhavelland mit noch mehr Leben zu erfüllen. Bereits von allen drei Kommunen beschlossen und vom Land bestätigt ist der neue Förderzeitraum vom 1. Juli 2017 bis 30. Juni 2020. Mit einem Budget von insgesamt 562 000 Euro soll in dieser Zeit ein weiteres Maßnahmebündel umgesetzt werden. Gegenwärtig läuft die Ausschreibung der Projektsteuerung. Noch bis 24. Januar können sich Interessierte bewerben, die das Management übernehmen wollen.

Projektsteuerung ist europaweit ausgeschrieben

Wie vom Premnitzer Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) zu erfahren war, ist die Dienstleistung europaweit ausgeschrieben worden: im Amtsblatt der Europäischen Union, auf der entsprechenden Internetseite des Bundes, dem Vergabemarktplatz des Landes Brandenburg und auf der Internetseite der Stadt Brandenburg. Diese hat bei dem gesamten Projekt die Federführung, weil sie als vom Wirtschaftsministerium benannter Wachstumskern zum Empfang der entsprechenden Fördermittel berechtigt ist. Von Dezember 2012 bis Ende November 2015 hatte es schon einmal ein Projekt zur Entwicklung der Wirtschaftsregion Westbrandenburg gegeben.

Notwendig sei im neuen Förderzeitraum in jedem Fall, erklärt Ralf Tebling, die Fortführung der Aktivitäten in den bisherigen Bereichen Kooperationsmanagement, Fachkräftesicherung, Regionalmarketing sowie Gewerbe- und Industrieflächenmanagement. Künftig sollten zudem die Themen Energie, Mobilität, Gesundheitswirtschaft, Wirtschaft/Wissenschaft und Tourismus stärker berücksichtigt werden. Ziel sei es, die in der Region vorhandenen Potenziale und Ressourcen aufzugreifen, nachhaltig weiterzuentwickeln und Wachstumsprozesse durch die Bündelung der Standortpotenziale zu unterstützen. Dabei sollen die Stärken einzelner Partner die Schwächen der anderen Partner ausgleichen.

Ganzheitliches Angebot ein Standortvorteil für die Region

Die Kooperation der Städte Brandenburg, Rathenow, Premnitz und des Landkreises Havelland sei darauf angelegt, sagt Ralf Tebling, durch ein ganzheitliches Angebot der Wirtschaftsregion Westbrandenburg einen Standortvorteil zu verschaffen. „Wichtig erscheint mir“, stellt er fest, „dass zu erkennen ist, dass die gemeinsame Arbeit in einer Wirtschaftsregion tatsächlich zur Verdrängung von Standortkonkurrenzen der drei Städte führt.“ Das sei auch schon von Unternehmern im Industriepark Premnitz bestätigt worden. Aus einem früheren Gegeneinander werde ein Miteinander und hoffentlich dann auch noch ein Füreinander.

Von Bernd Geske

10.01.2017
10.01.2017