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Havelland Woidke gibt den Jagger
Lokales Havelland Woidke gibt den Jagger
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18:44 30.07.2014
Udo Folgart, Alexander Lamprecht, Dietmar Woidke und Sugar-Beats-Sänger Bernhard Sonnemann. Quelle: Oliver Fischer
Paaren im Glien

Am Vortag in Wittstock hat er länger gezögert und dann auch nur ein Lied gesungen. Aber das war auch Wittstock. Es war die Premiere für das „Strohballenfest mit Dietmar Woidke“. Der Ministerpräsident war gerade aus dem Urlaub zurück und vielleicht noch nicht zu hundert Prozent im Bühnenmodus. Vielleicht musste er auch seine Gesangslaune noch finden. Außerdem war Udo Folgart nicht dabei.

Am Dienstag in Paaren stand Dietmar Woidke, Regierungschef des Landes Brandenburg, dagegen schon nach einer Stunde auf der Bühne. Er hielt ein Mikro in der Hand, bewegte seinen 1,98 Meter langen Körper wie ein Tanzbär im Takt eines Stones-Klassikers und brummte seinen Text in jede sich bietende Instrumentallücke hinein: „Under the Boardwalk“. Neben ihm ließ Landesbauernpräsident und Landtagsdirektkandidat Udo Folgart enthemmt seine Hüfte kreisen, wie man es sonst eher bei Sambatänzerinnen sieht. Dafür gab es anschließend nicht nur Applaus, das Publikum forderte sogar Zugaben.

Das „Strohballenfest“, das am Dienstag in Paaren gastierte, ist eigentlich nichts anderes als eine SPD-Wahlparty für den ländlichen Raum. Ein Sommerspäßchen, mit dem der Ministerpräsident und SPD-Spitzenkandidat Woidke durch die Dörfer tingelt, 14 Mal insgesamt. Er lässt sich mit dem örtlichen Direktkandidaten fotografieren, redet ein paar Minuten darüber, dass der ländliche Raum gestärkt werden muss, trinkt dann ein Bier mit den Bauern, dazu gibt es Bratwurst und eine Band. Und wenn alles gut läuft und Woidke Lust hat, dann steigt er auf die Bühne und singt, obwohl es Dinge gibt, die er besser kann.

Das geht nicht überall, es hängt von der Stimmung ab, von Woidkes Laune, von der Band. Aber wenn es irgendwo funktioniert für Woidke, dann in Paaren. In dem Gliendorf hat er Heimspiel. Nicht nur, weil Paaren ein rotes Dorf ist. In seiner Zeit als Landwirtschaftsminister war Woidke oft im MAFZ, er kennt viele Einwohner persönlich, mit dem Quasi-Paarener Udo Folgart verbindet ihn eine Männerfreundschaft. Und die Sugar Beats, die seit 50 Jahren den Rock’n’Roll auf die Glienbühnen bringen, sind für Woidke so etwas wie die persönliche Hausband. Mit ihnen hat der Stones-Fan schon öfter den Lead gesang geprobt, das erste Mal beim Landeserntefest 2007. Und als die Sugar Beats vor ein paar Monaten im Landgut Borsig ihr 50-jähriges Bestehen feierten, kam Woidke auch. Es war eine Privatparty mit 1000Leuten. Kurz vor Mitternacht stiegen Woidke und Folgart auf die Bühne. Folgart, dem großen Auftritt schon immer zugeneigt, hat Woidke wohl dezent überredet. Es war ein Riesengaudi.

Am Dienstag war es auch einer, wenngleich die Party wohl etwas geordneter ablief. Rund 200Leute waren trotz Unwetterwarnung da. Der Regen hörte pünktlich auf, Folgart prostete noch einmal in die Runde („Wer Bier trinkt, unterstützt die Bauern“) und bat den Ministerpräsidenten anschließend so eindringlich zum Auftritt, dass der gar nicht Nein sagen konnte. („Komm, Dietmar, wir müssen!“) Auf der Bühne ließ sich Woidke auch gefallen, dass Sugar-Beats-Sänger Bernhard Sonnemann ihn erst zum Minister degradierte und ihn später noch Dieter nannte. Weil SPD-Landtagskandidat Alexander Lamprecht auch noch mitmischte, gingen solche Kleinigkeiten unter. „Under the Boardwalk.“

Udo Folgart wollte anschließend unbedingt noch weiter singen – und Woidke ließ sich nicht lange bitten. Sie gaben erst „I can get no Satisfaction“, auch von den Stones. Später dann nochmal „Under the Boardwalk“. Weil es so schön war.

Von Oliver Fischer

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