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Havelland Wustermark bekommt rund 500 LED-Lampen
Lokales Havelland Wustermark bekommt rund 500 LED-Lampen
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18:20 04.01.2017
In der Wiesenstraße in Wustermark werden die alten Straßenlampen komplett gegen LEDs getauscht.
In der Wiesenstraße in Wustermark werden die alten Straßenlampen komplett gegen LEDs getauscht. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Wustermark

Was eigentlich schon im vergangenen Jahr beginnen sollte, erfolgt nun bis Juli: 468 alte Pilzleuchten (Quecksilberdampflampen) an den Straßen im Gemeindegebiet, genauer gesagt in Wustermark, Buchow-Karpzow, Elstal und Dyrotz, werden durch moderne mit LED-Leuchten ersetzt. Das Vorhaben ist ein Bestandteil des Klimaschutzkonzeptes, das die Wustermarker Gemeindevertreter Ende 2014 beschlossen hatten.

Die Verzögerung sei deshalb zustande gekommen, weil sich die Verwaltung entschieden hatte, nicht in zwei Abschnitten sondern in einem Zug bauen zu lassen, so Bauamtsleiter Wolfgang Scholz. Ursprünglich war vorgesehen, 299 Lampen im vierten Quartal 2016 und 169 Leuchten in 2017 zu erneuern. Das hätte zwei Vergabeverfahren zur Folge gehabt. „Unterm Strich spart die Gemeinde auf diesem Weg rund 50 000 Euro“, so Scholz. Die Gesamtinvestition liegt jetzt bei rund 280 000 Euro, wobei Wustermark auf etwa 70 000 Euro Fördermittel aus der Nationalen Klimaschutzinitiative das Bundesumweltministeriums hoffen darf.

Von den Fördermitteln profitiert die Gemeinde, auf den Kostenanteil der jeweiligen Grundstückseigentümer hat eine solche Zuwendung für die öffentliche Hand keinen Einfluss. Darüber wurden die Anwohner bereits in einer Versammlung im Oktober informiert.

Klar ist, dass sich der Kostenanteil der privaten Eigentümer der Grundstücke staffelt: Für die neuen Lampen an einer Hauptverkehrsstraße sind 30 Prozent aufzubringen (Hamburger Straße vom Kreisverkehr bis Kreuzung Hoppenrader Allee, Friedrich-Rumpf-Straße, Zeestower Straße/Chaussee, Priorter Straße, Nauener Straße, Demex Allee zwischen Kreisverkehr Nauener Straße und Puschkinstraße sowie Dyrotzer Ring zwischen Kreisverkehr Nauener Straße und Maulbeerallee).

Bei Haupterschließungsstraßen liegt der Anliegeranteil bei 55 Prozent (Mittelallee, Brandenburger Straße zwischen Hoppenrader Allee und Friedensweg, Birkenstraße, Sonnenallee zwischen Potsdamer Landstraße und Ende der beidseitigen Bebaubarkeit sowie Am Igelpfuhl zwischen Sonnenallee und Am Mühlenberg). Bei Anliegerstraßen zahlen die Eigentümer 70 Prozent.

Der Versuch der Linken und der Wustermarker Wählergemeinschaft (WWG), im Zusammenhang mit dem Straßenlampenvorhaben die bestehende Straßenbaubeitragsatzung zu ändern, wurde im Gemeindeparlament abgelehnt. Beide hatten vorgeschlagen, dass Anwohner von sogenannten Spielstraßen (verkehrsberuhigten Zonen) und Anliegerstraßen lediglich 60 Prozent der Kosten zu tragen haben. Das aber hätte eine Ungleichbehandlung zu den Grundstückseigentümern von Anliegerstraßen bedeutet, die in früheren Jahren bereits einen Anteil von 70 Prozent für neue Straßenlampen bezahlt haben, so Bauamtsleiter Wolfgang Scholz.

Nun sind etwa 10 Cent pro Quadratmeter für modifizierte Grundstücksfläche bei Hauptverkehrsstraßen, 20 Cent bei Haupterschließungsstraßen und 30 Cent bei Anliegerstraßen fällig. Die Beiträge je Grundstück liegen im Durchschnitt zwischen 150 und 300 Euro, so die Verwaltung.

Von Jens Wegener