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Wustermark Eisenbahnfest: Mit der alten Lady durch Elstal
Lokales Havelland Wustermark Eisenbahnfest: Mit der alten Lady durch Elstal
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06:27 06.05.2019
Wer nicht mit der großen Dampflok fahren wollte, konnte auf der kleinen Schmalspurlok eine Runde drehen. Quelle: Enrico Berg
Elstal

 Wenn Frank Rust von einem Schnellkochtopf auf vier Rädern spricht, umschreibt er damit liebevoll die alte Dampflok aus dem Jahr 1944. Sie war auch in diesem Jahr die Hauptattraktion beim Eisenbahnfest, das am Sonntag bereits zum 16. Mal in Elstal stattfand.

600 Meter abdampfen

Neben Heizer Frank Rust saß Lokführer Matthias Holm an diesem Tag auf dem Dampfross. Trotz Hitze und begrenzten Platzes bestiegen die Besucher zahlreich die Fahrerkabine der alten Lady und genossen die rund 600 Meter lange Fahrt mit dem dampfbetriebenen Vehikel. Lokführer Matthias Holm und Heizer Frank Rust von den Dampflokfreunden Berlin e.V. erklärten den Besuchern geduldig, wie so eine Dampflok funktioniert.

Eine alte Lady mit ordentlich Wumms und ein Besuch im historischen Wasserturm zählten wohl zu den Highlights des 16. Eisenbahnfests, das am Sonntag in Elstal stattfand.

Die alte Dampflokomotive war nur ein Programmpunkt des Festes, das der Verein Historia Elstal traditionell veranstaltete. Die Besucher konnten unter sachkundiger Leitung in einem Doppelstockbus die Eisenbahnersiedlung erkunden. Erstmalig hatten Interessierte zudem die Möglichkeit, den Wasserturm am Bahnhof zu besichtigen.

Besichtigung des Wasserturms

In kleinen Gruppen und ausgestatten mit Warnwesten und Schutzhelmen, ging es in den normalerweise nicht öffentlichen Wasserturm. 56 Meter hoch und noch bis 1996 in Betrieb, ist für ihn heute die BTC Bahntechnologie Campus Havelland GmbH für den Turm verantwortlich. Zwei Halbkugelbehälter, mit einem Fassungsvermögen von je 200 Kubikmetern Wasser, befinden sich unter dem Dach des Turms. Rund 30 Dampfloks konnten mit dieser Menge befüllt werden.

„Ich interessiere mich sowohl beruflich als auch in meiner Freizeit für das Thema”, erzählte Matthias Kirchherr aus Berlin. Er ist Lokführer bei der Deutschen Bahn und fährt einen ICE. In seiner Freizeit ist er bei den Dampflokfreunden Berlin aktiv. „In Schöneweide haben wir auch einen Wasserturm, der jetzt restauriert werden soll. Deswegen ist es für mich doppelt so spannend, zu erfahren, wie der Wasserturm von Elstal innen aussieht”, so Kirchherr.

Schmalspurlok für die kleinen Besucher

Für alle kleinen Besucher gab es neben der Hüpfburg, die dem Wasserturm zum Verwechseln ähnlich sah, und Bobbycars auch die Schmalspurlok im Maßstab 1:5, die zu einer Fahrt einlud. Auf der Minilok von den Dampffreunde Berlin-Brandenburg konnten bis zu zehn Personen eine Runde drehen. Auch so manch Erwachsener nahm dieses Angebot gerne in Anspruch.

„Ich bin schon enttäuscht”, berichtete Werner Moschall von Historia Elstal e.V. „Normalerweise sind viel mehr Besucher beim Eisenbahnfest. Diesmal ist es wie verhext”, so der Vereinsvorsitzende. Warum sich weniger Besucher als in den Vorjahren auf den Weg nach Elstal gemacht hatten, konnte er nicht sagen. Eventuell sei es der Angebotsvielfalt in der Region an diesem Wochenende geschuldet. „Das Designer Outlet Berlin war heute ebenfalls ab 13 Uhr geöffnet und warb mit Aktionen zum Eisenbahnfest. Ich hoffe, dass einige Kunden anschließend den Weg zu unserem Fest finden“, sagte Moschall.

Das Designer Outlet Berlin hatte im Vorfeld des Eisenbahnfestes die Kosten für die historische Dampflok übernommen. Beim Center-Fest verwandelte sich die Piazza in einen historischen Bahnhofsplatz mit Kofferträger und Schuhputzer. Auf einem Mini-Express konnten die Kinder an den Geschäften vorbeisausen. Sogar Schranken und Signale galt es zu bedienen.

Von Hannelore Berg

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