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Wustermark Ärger wegen des Elstaler Waldes
Lokales Havelland Wustermark Ärger wegen des Elstaler Waldes
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18:04 27.08.2018
Für die Bewohner des Ernst-Thälmann- Platzes ist der Elstaler Wald eine grüne Oase. Quelle: Tanja M. Marotzke
Wustermark/Elstal

Kritik an der Informationspolitik von Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) haben die Wustermarker Linken geäußert. Fraktionschef Tobias Bank: „Es ist beschämend, dass offenbar konkrete Pläne zur Bebauung des Elstaler Waldes hinter dem Rücken der Einwohner diskutiert werden. Nicht einmal alle Fraktionen der Gemeindevertretung waren zu dem Gespräch eingeladen.“

Bei einem „Geheimtreffen“ vor wenigen Tage seien nur CDU- und SPD-Vertreter eingeladen gewesen, um mit dem Bürgermeister und dem privaten Waldeigentümer über Bebauungsvarianten für den Wald zu beraten. „Grüne und Linke sollten wohl bewusst rausgelassen werden“, vermutet Tobias Bank, denn „die Linke ist für den Erhalt von 100 Prozent des Waldes und lehnt eine Bebauung ab.

Der Wald in Elstal ist etwa sechs Hektar groß, grenzt an den Ernst-Thälmann-Platz im Westen und das Baptistische Bildungszentrum im Osten der Siedlung. Dazwischen schirmt er die Stahlhaussiedlung auf etwa 400 Metern von der ICE-Strecke Berlin-Hamburg und vom künftigen Bahn-Technologie-Campus ab.

Aus Sicht des Bürgermeisters Holger Schreiber besteht kein Grund, sich aufzuregen. Er habe, so wie vom Hauptausschuss beauftragt, den privaten Waldbesitzer zu einem Gespräch gebeten, in dem es um die Entnahme von bei den Stürmen umgefallenen oder abgebrochenen Bäumen und um mehr Pflege im Wald und auf den Wegen gehen sollte.

„In dem Zuge kam vom Eigentümer die Anfrage, ob er auf einem kleinen Teil seiner Waldflächen eventuell Wohnungsbauland entwickeln könnte. „Planerisch geht das nicht, da in diesem Bereich im Flächennutzungsplan Wald ausgewiesen ist. Außerdem kann man davon ausgehen, dass es kommunalpolitisch äußerst unwahrscheinlich ist, in diesem Waldbereich Flächen zu Wohnbauland umzuwidmen. Deshalb habe ich mich entschieden, zu diesen Termin den Vorsitzenden des Ortsbeirates Elstal und des Bauausschusses Matthias Kunze sowie den Vorsitzenden der Gemeindevertretung Oliver Kreuels dazu zu bitten. Es ging also nicht darum, etwas zu verheimlichen, sondern darum, von vornherein gegenüber dem Waldbesitzer eine klare Haltung aufzuzeigen, dass eine solche Idee nicht im Interesse der Gemeinde Wustermark ist und auch erst gar nicht weiterverfolgt werden soll“, so Schreiber.

Das hätten alle Vertreter der Gemeinde bei dem Treffen ganz klar geäußert. „Es gibt also keinen Grund zur Sorge. Der Eigentümer hat nun Klarheit: Der Wald wird so bleiben, wie er ist.“ Ideen der besseren Pflege oder Aufforstung seien auch ausgetauscht worden, sagt der Bürgermeister.

Von Jens Wegener

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