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Wustermark Ausstellung zeigt Karl Liebknechts Wirken im Osthavelland
Lokales Havelland Wustermark Ausstellung zeigt Karl Liebknechts Wirken im Osthavelland
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09:37 05.02.2019
Tobias Bank in der Ausstellung in Elstal. Quelle: Jens Wegener
Elstal

Tausende haben am 15. Januar, dem 100. Jahrestag der Ermordung Karl Liebknechts, Blumen an der Stele im Tiergarten am Neuen See in Berlin niedergelegt. Für den havelländischen Kreistagsabgeordneten, Wustermarker Gemeindevertreter und Hobbyhistoriker Tobias Bank war der 100. Todestag Anlass, eine Ausstellung über den prominenten linksrevolutionären Sozialdemokraten zusammenzustellen.

 „Mir ging es vor allem um den lokalen Bezug zum Havelland, also um die Frage, wie er hier gewirkt hat“, erklärt der Kurator. Das Ergebnis der sich über Monate hinziehenden Recherche und des Gestaltens ist in der Bürgerbegegnungsstätte Elstal, die sich passenderweise am Karl-Liebknecht-Platz befindet, bis Ende März zu sehen.

Wahlkreis im Osthavelland

Der im August 1871 geborene Karl Paul August Friedrich Liebknecht, der 1900 in die SPD eintrat, war 1912, nach vergeblichen Anläufen 1903 und 1907, in den Reichstag gewählt worden. Seinen Wahlkreis hatte er im Osthavelland. „Liebknecht ist etliche Male in Ketzin, Nauen, Falkenhagen und Seegefeld aufgetreten, aber auch in Velten und Hennigsdorf, die damals noch zum Osthavelland gehörten“, weiß Tobias Bank. Etwa 50 Prozent der Ausstellungsinhalte hätten mit dem Havelland zu tun.

Das zu dokumentieren, sei nicht immer leicht und sehr aufwendig gewesen. So finden sich auf 27 Tafeln (drei konnten aus Platzgründen nicht aufgehängt werden) neben historischen Fakten unter anderem auch kleine Episoden darüber, warum Liebknechts Auto in Dyrotz eine Panne hatte oder wie er in einem Spandauer Lokal geredet hat.

In fünf Bereiche gegliedert

Grundsätzlich sind die Tafeln in der Größe 60 mal 80 inhaltlich in fünf Themen gegliedert: Der Wahlkreis, die Familie, der Revolutionär, erste politische Schritte und Persönliches. „Bei dem Konzept und vor allem bei der Gestaltung habe ich Hilfe von Sandra Schröpfer bekommen“, sagt Tobias Bank.

Zusätzlich zu den Tafeln, auf denen jeweils Text und ein oder mehrere Fotos abgebildet sind, gibt es in den Vitrinen originale Postkarten mit und von Liebknecht, alte Zeitungen, Abzeichen und Briefmarken zu sehen.

Anfragen aus anderen Kommunen

Allerdings ist die Bürgerbegegnungsstätte (BBS) in Elstal nicht täglich geöffnet. Tobias Bank bietet am 9. und am 29. März jeweils ab 17 Uhr Führungen an. Wer sich die Schau im Februar ansehen möchte, muss zu einer der Veranstaltungen in die BBS kommen. Eintritt ist frei.

„Inzwischen liegen schon mehrere Anfragen anderer Kommunen aus dem Land Brandenburg und aus Berlin vor, die die Ausstellung auch zeigen wollen“, freut sich Tobias Bank.

Von Jens Wegener

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