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Wustermark Broschüre verspricht Klarheit über Kriegsgefangenenlager Dyrotz
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19:52 17.05.2019
Historiker Tobias Bank hat eine Broschüre zum Lager Dyrotz herausgegeben. Quelle: Jens Wegener
Wustermark

„Ausgeblendet und vergessen“ nennt der Elstaler Historiker Tobias Bank sein jüngstes Werk. Es ist die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Dyrotz, in dem während des Ersten Weltkrieges ausländische Soldaten untergebracht waren und von dem heute nichts mehr zu sehen ist. „Überhaupt gibt es über dieses Lager nur sehr wenig Literatur. Für mich war es Anlass genug, um 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges diese Broschüre herauszugeben“, sagt Tobias Bank.

Eine Banknote als Auslöser

Wobei der Auslöser für die Recherchen ein Zufall war. „Ich bin im Internet auf eine Banknote aus dem Lager Dyrotz gestoßen und habe dann entschieden, daraus etwas zu machen und die Geschichte zu erforschen.“ Vor allem im Brandenburger Landeshauptarchiv hat er sich schlau gemacht, aber auch sehr viele Sekundärquellen bemüht. Über das Internet kaufte Tobias Bank zig alte Postkarten, Fotos und Dokumente, die das Dyrotzer Lager betreffen. „Sogar zwei originale Lagerzeitungen sind in seinem Besitz und kommen natürlich in der Broschüre vor. Viele Fotos komplettieren die gut 40 Seiten des Heftes.

8500 Soldaten waren eingesperrt

Bis zu 8500 Soldaten vorwiegend aus Russland, Frankreich und Belgien, wurden im Dyrotzer Lager, dass sich am Ende der heutigen Kiezstraße befand, eingesperrt. Und weil von alledem nichts mehr steht, war der Historiker umso glücklicher, als er bei seiner „Feldforschung“ vor Ort tatsächlich einen Findling des früheren Wach(t)personals des Lagers gefunden hat, der noch in diesem Jahr zusammen mit einer Stele wieder aufgestellt werden soll. „Die Inschrift am Stein war nicht mehr deutlich zu sehen, aber das wird wieder hergestellt“, so Bank.

Wer sich für die Broschüre „Ausgeblendet und vergessen“ mit gut 40 Seiten Text, 21 Abbildungen, 183 Fußnoten und einer geschichtlichen Chronik vom 28. Juni 1914 bis 11. 11. 1918 interessiert, kann sie per Mail bestellen: tobiasbank@gmx.de

Von Jens Wegener

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