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Wustermark Das Café „Sonderzug“ rückt näher
Lokales Havelland Wustermark Das Café „Sonderzug“ rückt näher
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14:27 11.06.2019
Am Elstaler Bahnhof steht der in Frage kommende Eisenbahnwagen, den die Baptisten bereits besichtigt haben. Quelle: Tanja M. Marotzke
Elstal

Sonderzug“ könnte es heißen, dass kleine Café im Eisenbahnwaggon an der Rosa-Luxemburg-Allee in Elstal. Aber der Name ist das kleinste Problem, mit dem sich die möglichen Betreiber die Cafés derzeit rumschlagen. „Wir warten jeden Tag auf die Baugenehmigung und hoffen dann, die schwierige Frage des Transportes und des Aufstellen des Waggons lösen zu können“, sagt Joachim Gnep. Er ist Dienstbereichsleiter bei der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in Elstal (EFG). Eine Gruppe der Elstaler Baptisten hat sich vorgenommen, ein nichtkommerzielles Café im Zentrum des Wustermarker Ortsteil zu etablieren und mit ehrenamtlichen Leuten zu betreiben.

Geld aus dem Bürgerhaushalt 2018

Das Projekt liegt vor, die Bauunterlagen wurden beim Landkreis Havelland eingereicht, die Gemeinde Wustermark unterstützt es, die Wustermarker Bürger auch, denn das Eisenbahncafé hat bei der Abstimmung zum Bürgerhaushalt 2018 so viele Stimmen bekommen, dass 10000 Euro von der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden.

Ob bei einer Tasse Kaffee, einem Stück Kuchen oder bei einer spontanen Verabredung mit Freunden – die Begegnung der Menschen sei das Herzstück des Cafés. „Wir kommen als Elstaler miteinander ins Gespräch, finden einen Ort außerhalb des schnellen und oft stressigen Alltags und lernen neue Menschen kennen“, sagt der Pfarrer. Neben der Begegnung soll das Café im Zentrum Elstals ein Ort sein, an dem man sich einbringen kann und das Leben am Ort miteinander diskutiert werden könne.

Standort soll auf Diakoniegelände sein

Joachim Gnep steht dort, wo später der Waggon aufgestellt werden soll. Quelle: Tanja M. Marotzke

Zwei Kräne und Schwertransporter sind nötig

Jetzt geht es noch um die Finanzierung des Projektes, wobei dem Kauf des Waggons – ein ehemaliger Gepäckenwagen der österreichischen Bahn, der am Bahnhof Elstal steht, nichts entgegen steht. „Zusätzlich zu den 10000 Euro aus dem Bürgerbudget haben Mitglieder der EFG Elstal 25 000 Euro beigesteuert“, erklärt Gnep. Knackpunkt ist der Transport vom Bahnhof zum Aufstellort. „Unter anderem werden zwei riesige Kräne gebraucht, die den etwa 26 Meter langen Waggon auf einen Transporter laden und dann in der Rosa-Luxemburg-Allee auf ein 50 Meter langes Schienenstück stellen“, erklärt Joachim Gnep und ergänzt: „Transport und Aufstellung schlagen mit rund 50 000 Euro zu Buche.“

Auf der Suche nach Fördermitteln

Deshalb versucht die EFG Elstal weitere Fördermittel zu bekommen. Ein Antrag ist gestellt bei der „Aktion Mensch“. Auf jeden Fall benötige man über die bisher zur Verfügung stehenden 35 000 Euro hinaus dringend noch weitere Mittel, sobald die Baugenehmigung, der Kauf, der Transport und die Baumaßnahmen konkret werden.

„Einen Teilerfolg konnten wir bereits verbuchen“, so Joachim Gnep. Er meint die „Befreiung von den Auflagen der Energieeinspeiseverordnung“. Was bedeutet: Der Eisenbahnwaggon muss energetisch nicht so behandelt werden, wie ein Wohnhaus. „Die Dämmung der Wände hätten wir auch nicht technisch nicht umsetzen können“, weiß Gnep.

Platz für 40 Personen

So sieht er Waggon derzeit innen aus. Das soll sich ändern. Quelle: Tanja M. Marotzke

Zu den Öffnungszeiten von Mai bis Oktober werden Getränke wie Kaffee und Tee sowie Kuchen und Snacks für die Gäste kostenlos angeboten. Darüber hinaus sind Abende zu verschiedenen Themen und Aktionen angedacht. Auch Einzelpersonen oder Gruppen aus Elstal hätten die Möglichkeit, eigene öffentliche Veranstaltungen wie Ausstellungen oder Vorträge zu organisieren“, sagt Gnep.

Aktion „Vier Beine für Elstal“ geht weiter

Das Café finanziert sich ausschließlich über Spenden und öffentliche Fördermittel. Es werden keine Einnahmen über den Verkauf von Lebensmitteln und Vermietungen erzielt.

Die vor Jahren begonnene Aktion der EFG Elstal „Vier Beine für Elstal“, bei der ein mobiler Küchentisch in Elstal aufgestellt wird, an dem jeder Platz nehmen, Kuchen essen und Kaffee trinken kann, läuft wöchentlich freitags von 16 bis 18.30 Uhr weiter.

Von Jens Wegener

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