Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wustermark DDR-Plakate zu Arbeitsschutz gezeigt
Lokales Havelland Wustermark DDR-Plakate zu Arbeitsschutz gezeigt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:16 25.11.2018
Mit Arbeitshandschuhen: In der Priort Bürgerbegegnungsstätte zeigt Tobias Bank Plakate der Serie „Schütze Deine Arbeitskraft!“ Quelle: Tanja M. Marotzke
Priort

Belehrung, Erinnerung, Mahnung, Aufklärung – Arbeitsschutzplakate können vieles sein. Tobias Bank gibt in einer Ausstellung Einblicke in die Welt solcher Plakate, wie sie in DDR-Zeiten an vielen Betriebswandzeitungen zu finden waren. Zu sehen ist sie unter dem Titel „Schütze Deine Arbeitskraft!“ in den Räumen der Bürgerbegegnungsstätte Priort. Der Heimatverein Memoria lädt dazu ein.

Sammeln ohne Nostalgie

Die Plakate sind nur eines der Sammelgebiet, für die sich der Elstalers interessiert. Seit vielen Jahren sammelt der Politikwissenschaftler Dokumente, Medaillen, Orden, Fahnen, Wimpel sowie Kunstwerke im Stile des realen Sozialismus. Die DDR ist sozusagen sein Sammelgebiet, dem sich der bei Linken aktive Kommunalpolitiker ganz unnostalgisch nähert. Für Nostalgie an der Stelle ist der 33-Jährige vielleicht zu jung. Für ihn sind die DDR-Dinge „ein Teil der deutschen Geschichte“, den Sozialismus sieht er als „ein Gesellschaftsmodell, aus dessen Fehlern man nur lernen” könne. Und vielleicht auch aus seinen Stärken. Die Arbeit der Grafiker gehört jedenfalls zu dem eher gelungenen Teil des DDR-Alltags.

Prägnante Aussagen, prägnante Farbgebung. Quelle: Tanja M. Marotzke

Davon künden die gezeigten Plakate, die meist aus den 70er- und 80er-Jahren stammen. Sie bewegen sich zwischen Agitation und Aufklärung. Die Botschaften sind klar, egal, ob sie wortreich oder nur mit Bildern rüberkommen. „Hebe richtig“, „Erlerne Erste Hilfe!“, „Vorsicht beim Umgang mit Propan – Eisenbahner verhütet Brände“ oder „Schwein gehabt durch richtigen Kopfschutz“ ist da zu lesen.

Freischaffende Grafiker

Geschaffen wurden die Blätter von zumeist freischaffenden Grafikern, die Aufträge dazu erteilten der Gewerkschaftsbund FDGB, das Staatliche Amt für Arbeit und Löhne oder die Staatlichen Versicherung. Die Deutsche Werbeagentur (Dewag) realisierte die Vorhaben. In den Plakaten zeigt sich die ganze Bandbreite der künstlerischen Ausdrucksmittel in der Gebrauchsgrafik. Die Handschriften sind mal heiter-verspielt, mal farbig-kraftvoll oder geradezu erdrückend präsent. Sie packen die Aufmerksamkeit der Betrachter und erfüllten damit zumindest diesen Teil ihrer Aufgabe. Inwieweit sie zum Tragen des Kopfschutzes dann auch geführt haben, ist nicht überliefert.

Gefragte Sammlung

Auf der Burg Beeskow, einem Zentrum für DDR-Kunst, und im Falkenseer Becher-Kulturhaus hatte Tobias Bank diese Sammlung bereits gezeigt. Nun also in Priort.

Hier sind die Plakate bis zum 31. Januar 2019 zu sehen. Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Während der Öffnungszeiten kann der Schlüssel zum Ausstellungsraum beim Friseur im selben Haus abgeholt werden.

Von Marlies Schnaibel

Der große Kletterturm auf dem ASB-Gelände in der Ruppiner Straße war ein zentraler Punkt für alle Kinder der stationären Wohngruppen. Gerne haben sie hier gespielt. Im September war damit leider Schluss. Auch die Schaukeln und der Bolzplatz haben ihre besten Tage hinter sich. Sie, liebe Leser, können jetzt dabei Helfen, neue Spielgeräte anzuschaffen.

23.11.2018

Erste Bewerber haben sich für den Ein-Tages-Job als Knecht Ruprecht in Elstal gemeldet – die Frist endet am 23. November. Es winkt ein 500-Euro-Gutschein.

20.11.2018

Er schuf schräge Vögel und war selbst einer: Mit 77 Jahren ist Michael Lachmund nun gestorben. Ein Nachruf auf einen Künstler und Menschenfreund.

20.11.2018