Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wustermark Der Schwalbenturm steht
Lokales Havelland Wustermark Der Schwalbenturm steht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:27 27.06.2019
Auf einem Stahlmast steht der Schwalbenturm in Priort. Der Abstand zur Wohnsiedlung beträgt mehr als 50 Meter. Quelle: Jens Wegener
Priort

 Er steht, – der erste Schwalbenturm in der Gemeinde Wustermark. In der Nähe des Neubauernweges in Priort ist das knapp sechs Meter hohe Bauwerk auf einer Weidefläche, die der Heinz-Sielmann-Stiftung gehört, kaum zu übersehen. „Hoffentlich finden die Mehlschwalben schnell ihr neues Zuhause. Die Erfahrungen der Experten sagen, dass das manchmal bis zu drei Jahren dauern kann, bis ein Turm angenommen wird“, sagte Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) in Priort.

Infotafel wird noch aufgestellt

48 künstliche Nester sind an dem Turm bereits befestigt, einige freie Plätze gibt es unter dem Dach, damit die Vögel auch selbst bauen können. Unmittelbar neben dem Turm wird eine Lehmkuhle dafür sorgen, dass für den Nestbau genug Material vorhanden ist“, sagte Jens Kroischke von der Wustermarker Gemeindeverwaltung. Hinzu kommt in den nächsten Tagen noch eine Informationstafel, auf der alles über die Mehlschwalben und den Nistplatz erklärt ist. „Die stellen wir so auf, dass sie vom seitlichen Zaun aus zu lesen ist“, so Kroischke. Der direkte Zugang vom Neubauernweg zum Schwalbenturm ist nicht möglich.

Das Areal ist eingezäunt, weil Landwirt Helmut Querhammer dort Galloway-Rinder hält. Der Chef der Firma Döberitzer Heide Galloways hat mit der Gemeinde Wustermark eine Vereinbarung zur Pflege des Schwalbenturmes abgeschlossen. „Ich freue mich über das Engagement der Gemeinde für die Tiere und hoffe, dass die Schwalben immer genug Futter finden“, so Helmut Querhammer.

Naturschutzfonds fördert das Projekt

Unterstützt wird das Projekt Schwalbenturm von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Havelland und von der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg. Die hat 10 900 Euro Fördermittel bereitgestellt. Etwa 1500 Euro musste Wustermark investieren für die Suche nach Kampfmitteln auf der Fläche.

„Inzwischen haben wir vom Naturschutzfonds schon die Zusage über eine Förderung in gleicher Höhe für den zweiten Schwalbenturm, der in der Nähe des Regenrückhaltebeckens in der Neuen Siedlung in Wustermark aufgestellt werden soll“, erklärte Jens Kroischke.

Derzeit 65 Meter Abstand zu Häusern

Gegen den Standort des Turmes in Priort hatte es Proteste von Anwohnern der angrenzenden Wohnsiedlung „An den Schraan“ gegeben. Die befürchteten Belästigungen durch den Kot der Schwalben und den Lärm, den die Vögel verursachen. „Nach mehrfacher fachlicher Prüfung spricht nichts gegen den jetzigen Standort“, versicherte Anett Franz von der Stiftung Naturschutzfonds. Der Abstand zum ersten Wohnhaus beträgt 65 Meter. Sollte noch ein Grundstück bebaut werden, sind es 50 Meter.

Von Jens Wegener

In Elstal gab es eine Überraschung, in Wustermark fast einen Eklat bei den konstituierenden Sitzungen der Ortsbeiräte der Gemeinde Wustermark. In Hoppenrade regiert jetzt eine Frau.

21.06.2019

Mit zwei personellen Veränderungen bei den Grünen gegenüber der Wahl vom 26. Mai hat sich die Wustermarker Gemeindevertretung konstituiert. Linken-Politiker Tobias Bank übernimmt den Vorsitz von CDU-Mann Oliver Kreuels.

21.06.2019

In Sielmanns Naturlandschaft kommen am Sonntag die Freunde der Schmetterlinge auf ihre Kosten. Experte Hannes Petrischak berichtet bei einer Wanderung über Kurioses aus der Welt der sechsbeinigen Tiere.

20.06.2019