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Wustermark So klappt es mit den Neujahrsvorsätzen
Lokales Havelland Wustermark So klappt es mit den Neujahrsvorsätzen
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17:20 30.12.2018
Stephan Crone aus Elstal arbeitet als selbstständiger Personaltrainer. Quelle: Danilo Hafer
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Elstal

Mehr Sport zu treiben zählt jedes Jahr aufs Neue zu den Top-10 der Vorsätze für das neue Jahr. „Bis zum 15. Januar sind allerdings häufig nur noch fünf Prozent der Vorsätze vorhanden“, sagt Stephan Crone. Der 27-jährige Elstaler arbeitet seit diesem Frühjahr als selbstständiger Personaltrainer und weiß, warum so viele, vor allem an den sportlichen Neujahrsvorsätzen, scheitern.

„Das Hauptproblem ist, dass sich die meisten Menschen zu große Ziele setzen“, sagt Crone. Wer sich von Anfang an zu viel vornehme, der sei auch schneller demotiviert, da große Ziele natürlich deutlich schwerer zu erreichen sind.

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Tipps für Sportmuffel

„Wenn sich jemand, der vorher gar keinen Sport gemacht hat, vornimmt, ab sofort fünfmal in der Woche zum Sport zu gehen, ist das Risiko zu scheitern viel höher, als wenn er sich erstmal kleine Ziele setzt“, so Crone. Ein- oder dreimal in der Woche seien für bisherige Sportmuffel schon ein riesigen Erfolg. Das Gesamtziel sollte man dabei aber natürlich nicht aus den Augen lassen.

Sinnvoll sind kleine Etappenziele

„Die Chancen, das Hauptziel zu erreichen sind aber viel höher, wenn man sich dem über kleine Etappenziele annähert“, erklärt der Fitnessprofi. Jedoch wird der Neujahrsvorsatz auch auf diese Weise nicht zum Kinderspiel, sondern ist nach wie vor mit harter Arbeit verbunden.

„Klar ist auch, je mehr Aufwand betrieben wird, desto schneller ist auch ein Erfolg sichtbar und vor allem spürbar“, sagt Stephan Crone. Und: ein Muskelkater müsse, bei richtiger Trainingsintensität nicht immer schmerzhaft sein. Dennoch leiden vor allem Einsteiger häufiger unter Muskelkalter. „Gerade wenn man dran bleibt und erste Erfolge sieht, fühlt sich der Schmerz auch deutlich erträglicher an“, so Crone.

Die wenigsten machen Sport um Gewicht zu verlieren

Aus seiner Erfahrung weiß der gelernte Sport- und Fitnesskaufmann, dass nur die wenigstens den Sport-Vorsatz fassen, weil sie an Übergewicht leiden und abnehmen wollen.

„Viele fangen an Sport zu treiben, weil sie Schmerzen haben, auch aufgrund falscher Haltungen“, so Crone. Mit den richtigen Übungen könne man diese Fehlhaltungen, die etwa durch das ständige arbeiten im Sitzen im Büro ausgelöst werden können, wieder korrigiert und die Beschwerden gelindert werden. „Durch viele Gespräche in verschiedenen Fitnessstudios habe ich die Erfahrung gemacht, dass etwa 60 Prozent genau aus diesem Grund mit dem Sport anfangen und nicht weil sie finden, dass sie zu dick sind.“

Stephan Crone selbst ist schon seit seiner Jugend begeisterter Sportler und in verschiedenen Sportarten unterwegs. Nach seiner Ausbildung und mehreren Jahren als angestellter Trainer in einem Fitnessstudio hat sich der Elstaler in diesem Jahr selbstständig gemacht.

Sein Alltag richtet sich seither nach den Wünschen seiner Kunden. „Die meisten wollen morgens vor der Arbeit oder abends trainieren, tagsüber habe ich etwas Zeit für mich“, sagt er.

Wichtig: erfolgreich in den Tag starten

Das Training wurde auch an den Feiertagen nicht unterbrochen. „Nur wenn man ernsthaft dran bleibt, entwickelt sich der Sport nach und nach zur Gewohnheit und wird ein Teil des Alltags, den man nicht mehr missen möchte“, erklärt Stephan Crone. Der Erfolg fängt indes schon im ganz kleinen an, nämlich beim morgendlichen Klingeln des Weckes.

Die Sache mit dem Wecker

„Viele stellen den Wecker erstmal zur Seite, anstatt gleich aufzustehen, dadurch beginnt man den Tag gleich mit einem Misserfolg“, so Crone.

Wer hingegen sofort aufsteht, fühle sich gut und bestätigt. Der Rest ist dann fast nur noch ein Kinderspiel.

Von Danilo Hafer