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Wustermark Eisenbahnersiedlung: Klares Votum gegen weitere Häuser
Lokales Havelland Wustermark Eisenbahnersiedlung: Klares Votum gegen weitere Häuser
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17:25 08.05.2019
Viele der alten Stallungen sind marode in der Eisenbahnersiedlung. Quelle: Jens Wegener
Elstal

Der Teil der Eisenbahnersiedlung in Elstal, der dem Unternehmen Deutsche Wohnen gehört, soll nicht mit weiteren Häusern bebaut werden. Dem Wunsch der großen Mehrheit der Anwohner folgte Dienstagabend die Mehrheit der Mitglieder des Wustermarker Bauausschusses. Der von der Gemeindeverwaltung vorgelegte Beschlussvorschlag zum Zielkonzept für die Eisenbahnersiedlung wurde abgelehnt. Das letzte Wort aber haben am kommenden Dienstag die Gemeindevertreter.

Sechs Häuser waren geplant

Ausgangspunkt für die in den vergangenen Wochen aufgeflammte Diskussion sind die Pläne der Deutschen Wohnen, die das Unternehmen für ihren Teil der Elstaler Siedlung zwischen Schulstraße und Gartenstraße, vorgestellt hat (MAZ berichtete).

Parken in der Schulstraße ist nur einseitig möglich. Quelle: Jens Wegener

Unter anderem sollen Vorgärten in Ordnung gebracht, zusätzlich etwa 100 Stellplätze angelegt, Freizeitflächen geschaffen und ein Anliegerweg befestigt werden. Damit haben die Elstaler auch kein Problem. Kritisch wird die weitere Verdichtung mit maximal sechs Mehrfamilienhäusern, der Umbau von sieben sogenannten Stallungen zu etwa 60 Quadratmeter großen Wohnungen und der Wegfall einiger Gärten gesehen.

Marode Stallungen

„Wenn die früheren Stallungen zu Wohnungen werden und dazu auch die historischen Tordurchlässe verändert werden sollen, wird der Denkmalschutz außer Kraft gesetzt“, schimpfte Rentner und Anwohner Dieter Knop. Dieser Meinung schlossen sich viele Ausschussmitglieder an. Vorsitzender Matthias Kunze (SPD): Wohnungen in einigen alten Stallungen wären aus meiner Sicht möglich, auch ohne die Torbögen zu versetzen.“ Das müsste die Denkmalschutzbehörde klären.  

Vorderansicht sollte erhalten bleiben

Auch Gemeindevertreter Oliver Kreuels (CDU) lehnt neue Häuser in der Siedlung ab. „Die Harmonie geht verloren, wie man an den jetzt errichteten Holzhäusern sehen kann.“ Aber er räumte ein: „Die Nutzung der Schuppen zwischen den Wohnhäusern hat sich im Laufe der Zeit verändert. Wenn die vordere historische Ansicht erhalten bleibt, kann ich mir nach hinten Umbauten vorstellen. Aber man müsste sehr bedächtig vorgehen.“ Ähnlich äußerte sich Thomas Karrei von den Grünen.

Kompromiss rückt in weite Ferne

Die Frage, ob die Deutsche Wohnen auch ohne Neubauten alle anderen angekündigten Erhaltungsmaßnahmen und Verschönerungen in der Eisenbahnersiedlung machen wird, bliebt offen. „Wir können sie dazu nicht zwingen“, sagte Uwe Schollän von der Gemeindeverwaltung. Verpflichtet sei der Eigentümer lediglich dazu, den Verfall der Gebäude zu verhindern. Um einen Kompromiss mit der Deutschen Wohnen zu finden, hatte die Verwaltung im überarbeiteten Beschlussvorschlag bereits vier der sechs geplanten Neubauten rausgenommen.

Von Jens Wegener

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