Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wustermark Elstaler Jugendklub residiert bald im Olympischen Dorf
Lokales Havelland Wustermark Elstaler Jugendklub residiert bald im Olympischen Dorf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:06 30.07.2019
Beim Mädelsabend im Vorjahr im Jugendklub Wustermark wurde gemeinsam gekocht. Quelle: Vanessa Mehwitz
Wustermark

Die gute Nachricht zur Zukunft des Elstaler Jugendklubs erwähnte Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) fast beiläufig, weil die Sache noch nicht unterschieben ist: „Es wird ein Domizil im Olympischen Dorf sein, für das die Gemeinde Wustermark nur die Betriebskosten tragen muss.“ Wann der Umzug aus den jetzigen Räumen erfolgen werde, sei noch offen.

Damit reagierte der Verwaltungschef am Montagabend in der Sitzung des Wustermarker Sozial- und Bildungsausschusses auf einen Vorwurf von Andreas Wilczek (SPD), der als sachkundiger Bürger im Ausschuss sitzt: „Der Elstaler Klub ist zu klein, bei dem Zuzug von Bürgern in dem Ortsteil. Das ist doch lange bekannt. Aber seit Monaten ist nichts passiert.“

Konzeption soll stetig überarbeitet werden

Die überarbeitete Kinder- und Jugendkonzeption der Gemeinde Wustermark bis zum Jahr 2024 liegt jetzt auf dem Tisch. Erarbeitet von Gemeindevertretern, Ausschussmitgliedern, Verwaltungsmitarbeitern in Kooperation mit dem Träger der Jugendarbeit in Wustermark – dem Humanistischen Freidenkerbund Havelland.

Dessen Vorsitzender Volker Mueller betonte aber: „Etwa 25 Jugendliche aus der Elstaler Oberschule haben uns viele Dinge zugearbeitet, haben sich mit Ideen und Wünschen beteiligt, so dass es eine Konzeption ist, die nicht an den Interessen der Kinder und Jugendlichen vorbei erstellt wurde.“

Mobile Jugendarbeit ist ein Schwerpunkt

Er hob drei Schwerpunkte in der künftigen Arbeit mit jungen Leuten in der Gemeinde heraus. Ganz neu – es soll eine mobile Jugendarbeit an den Orten erfolgen, an denen sich die Mädchen und Jungen aufhalten. Und das auch in den kleinen Ortsteilen Hoppenrade und Buchow-Karpzow.

Inhaltlich sollen die mobilen Jugendarbeiter an die Jugendklubs in Wustermark und Elstal angebunden werden, so Mueller. Wichtig sei nicht nur der Erhalt den beiden Klubs, sondern auch die Verbesserung der Raumsituation in Elstal.

Entwicklung der Kinderzahlen in Wustermark

Die Anzahl der Kinder im Alter von 0 bis 12 Jahren hat sich in der Gemeinde Wustermark in den vergangenen 18 Jahren verdoppelt.

Ende 2018 waren 1246 Kinder und Jugendliche registriert, 670 im Alter von 0 bis 6 Jahren, 576 im Alter von 7 bis 12 Jahren.

Gewachsen in den letzten Jahren der Bedarf an Kita-Plätzen. In den vier kommunalen Einrichtungen wurden Ende 2018 insgesamt 568 Kinder betreut, 439 waren es im Jahr 2010.

Die Schülerzahlen steigen ebenfalls. In der Grundschule Wustermark wurden Ende letzten Jahres 493 Mädchen und Jungen beschult, 81 mehr als Ende 2017. In der Oberschule Elstal sind derzeit 313 Schüler gemeldet. 2010 waren es 272.

Im künftigen Schulzentrum Elstal ist eine zweite Grundschule geplant.

Außerdem komme man an einer Verstärkung der Schulsozialarbeit nicht vorbei. Was derzeit an der Elstaler Oberschule mit Kerstin Soyka gut funktioniere, soll mit einer zusätzlichen Halbtagsstelle eines Schulsozialarbeiters noch erweitert werden, vor allem weil die Schülerzahlen steigen.

„Die Situation an der Grundschule Wustermark ist im Moment unbefriedigend. Es gibt eine halbe Stelle und eine ehrenamtlich tätige Frau. Das reicht nicht, denn die Schule ist gewachsen“, so Mueller

Grundlage für Fördermittelbeantragung

Umso wichtiger sei es, die neue Konzeption bis 2024 zu beschließen, weil sie die Grundlage für die Beantragung von Fördermitteln ist, ohne die es nicht geht. „Im nächsten Jahr entscheidet der Kreis über die Vergabe von PKR-Stellen für weitere fünf Jahre. Dann seien die Kommunen mit einem guten Konzept im Vorteil.

Sozialausschuss stimmt zu

So stimmten die Sozialausschussmitglieder letztlich, trotz einiger Bedenken, für das vorliegende Papier. Nicht ohne festzulegen, dass die Konzeption stetig fachlich weiterentwickelt werden soll und alle beabsichtigten Investitionen mit dem Ausschuss und der Gemeindevertretung abzustimmen seien.

Vor allem die Fraktionsvorsitzenden der Linken und der SPD, Sandra Schröpfer und Steven Werner, hatten moniert, dass die Handlungsempfehlungen in dem Konzept nicht mit Zahlen zu den möglichen Kosten unterlegt sind.

Von Jens Wegener

Fünf von weltweit noch 250 existierenden Sorraias leben seit kurzem in der Döberitzer Heide. Der Naturschutz Förderverein hat die Tiere von einem Züchter zur Leihe bekommen. Es geht um Landschaftspflege in der Heide, aber auch darum, die Rasse zu erhalten.

29.07.2019

Die Elstaler Mieterinitiative hat am Sonnabend mit einer Unterschriftenaktion auf sich und ihr Anliegen aufmerksam gemacht – gegen hohe Mieten und gegen Verdichtung der Wohngebiete. Viele stimmten dem zu, aber es gab auch andere Ansichten.

28.07.2019

Der Wustermarker Landwirt Uwe Jürgens lud sich 50 Leute auf seinen Acker. Er setzt auf Blühstreifen und hat dafür viele Unterstützer gefunden. Ideelle und finanzielle.

28.07.2019