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Wustermark Elstaler haben Angst vor steigenden Mieten
Lokales Havelland Wustermark Elstaler haben Angst vor steigenden Mieten
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09:24 03.06.2019
Die Elstaler Mieterinitiative plant weitere Proteste. Quelle: Danilo Hafer
Elstal

Evelyn Schönrock macht sich Sorgen. Die Seniorin ist erst vor etwas mehr als einem Jahr vom Spandauer Ortsteil Hakenfelde in den Elstaler Elfenring gezogen, doch bangt schon jetzt um die Zukunft. „Ich bin vor der Deutschen Wohnen geflüchtet, weil sie die Kaltmiete von 300 auf 800 Euro erhöhen wollte und befürchte jetzt, dass mich hier das gleiche erwartet“, sagte sie.

Mieter schließen sich zusammen

So wie Evelyn Schönrock treibt viele Elstaler die Sorge um steigende Mieten um. Mieter aus der Eulenspiegelsiedlung und der Scharnhorstsiedlung, aber auch Anwohner aus den umliegenden Bereichen, wie etwa dem Radelandberg haben sich jetzt zu einer Mieterinitiative zusammen geschlossen. Auslöser für die Gründung war der mögliche Verkauf der Eulenspiegel- und Scharnhorstsiedlung an eine Tochtergesellschaft der Deutschen Wohnen, zu dem es aber noch keine konkreten Informationen gibt. Das wollen sich die Mieter nicht gefallen lassen und machten ihren Unmut bereits in der vergangenen Woche am Rande der offiziellen Einweihung des ersten Bauabschnitts im Olympischen Dorf mit einer kleinen Protestaktion deutlich.

Dabei sind die Anwohner nicht grundsätzlich gegen eine Entwicklung des Olympischen Dorfes. „Ich finde es gut, dass dort nach Jahren des Leerstands etwas passiert und die Gebäude nicht noch weiter verfallen“, sagte Matthias Rosenfeld. Der Familienvater wohnt seit zehn Jahren in der Eulenspiegelsiedlung. „Mich stört vielmehr dass es immer um maximale Verdichtung geht, was den Charme von Elstal zerstört“, so Rosenfeld. Hinzu kämen die steigenden Mieten, die auch durch die Neubauvorhaben beeinflusst werden.

Anwohner betrachten Entwicklung im Olympischen Dorf mit Skepsis

Dabei machen sich auch Bewohner aus der Siedlung am Radelandberg, die derzeit noch nicht von Verkäufen betroffen ist, ihre Gedanken. „Wenn im Olympischen Dorf Mieten von zehn Euro als sozial verträglich angesehen werden und das das Maß der Dinge ist, können wir uns schon auf steigende Mieten einstellen“, befürchtet Matthias Redsch.

„Die Botschaft der Mieter ist auch bei uns angekommen“, sagte Bürgermeister Holger Schreiber auf Nachfrage der MAZ. Grundsätzliche dürfe er sich aber nicht öffentlich zu Grundstücksangelegenheiten äußern. Die Mieter müssten sich an ihre Hausverwaltung wenden.

Bürgermeister setzt auf Neubau

Schreiber betonte aber mit Blick auf die Entwicklung des Olympischen Dorfes: „Wir wollen dort keinen Luxuswohnraum und abseits des Speisehauses der Nationen einen guten Mix und auch bezahlbare Wohnungen.“ Neubau sei für den Bürgermeister aber das beste Mittel um positiv auf den Wohnungsmarkt einwirken zu können.

Von Danilo Hafer

MAZ-Service: MAZImmo

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