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Wustermark Klares Nein zu Fotovoltaikanlagen
Lokales Havelland Wustermark Klares Nein zu Fotovoltaikanlagen
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16:42 24.10.2018
Vorerst gibt es keinen Solarpark in Wustermark. Quelle: Peter Geisler
Wustermark

 Auch der zweite Versuch von Investoren, in der Gemeinde Wustermark Fotovoltaikanlagen aufstellen zu wollen, ist gescheitert. Mit großer Mehrheit lehnten die Gemeindevertreter Dienstagabend den Antrag der Firma Naturstrom ab, die zwei Anlagen mit einer Gesamtfläche von etwa 15 Hektar östlich und südöstlich der Bahntrasse Priort-Wustermark errichten wollte.

Fotovoltaikanlagen nur auf Dächern befürwortet

Bereits vor Jahren hatte es das vergebliche Bestreben eines Unternehmens gegeben, neben der Autobahn A 10 Solarmodule zu installieren. Diesmal lagen die ausgewählten Standorte neben den Bahnlinie, weil es dafür Fördergeld vom Bund gibt. Doch alle Argumente von Torsten Leske von der Firma Naturstrom vorbrachte – darunter auch die Tatsache, dass die beiden betroffenen Landwirte ihre Flächen zur Verfügung stellen würden – konnten die Gemeindevertreter nicht überzeugen. Die Mitglieder des Wustermarker Bauausschusses hatten die Vorhaben mit einer Ja-Stimme und vier Enthaltungen noch knapp befürwortet.

In der Gemeindevertretung gab es ein deutliches Nein, zumindest für Fotovoltaik an besagten Standorten. Auf Dächern von Gebäuden seien die durchaus erwünscht, so die Abgeordneten.

„Nicht alles zupflastern“

Die Palette der ablehnenden Gründe war weit gefächert. Sie reichte von „Ich mag die Dinger einfach nicht“, wie es der Priorter Robert Rosenbusch formulierte, über „Wir sollen nicht alles zupflastern und etwas Grün und etwas freie Fläche erhalten“, so der Elstaler Oliver Kreuels, bis hin zu „Es geht landwirtschaftliche Fläche verloren, die für den Anbau von Lebensmitteln genutzt werden sollte“, wie der Priorter Reiner Kühn (alle CDU) sagte.

Am Ende brachte der Elstaler Tobias Bank (Linke) noch einen finanziellen Aspekt ins Spiel. „Die vom potenziellen Investor angebotenen 100 Euro pro Jahr und Hektar für die Gemeinde sind viel zu wenig.“ Ähnlich argumentierte Christian Bommer (WWG) und ergänzte: „Die Verwaltung hat derzeit wichtigere Dinge in der Gemeinde zu tun, als sich mit diesen Bebauungsplänen zu beschäftigen.“ Ein Ja zu den Fotovoltaikanlagen hätte bedeutet, dass ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet worden wäre, parallel dazu hätte der Wustermarker Flächennutzungsplan geändert werden müssen.

Boden um die Deponie Dyrotz ist kaum nutzbar

Zu den wenigen Ja-Stimmen gehörten die von Manfred Rettke (SPD) und Thomas Karrei (Grüne). Letzterer erinnerte daran, dass ein Teil der für die Fotovoltaik ausgewählten Flächen in unmittelbarer Nähe der alten Deponie Dyrotz liege, wo der Boden sowieso kaum nutzbar sei.

Von Jens Wegener

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