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Wustermark Feier im Klub: Freidenkerbund seit sechs Jahren Träger
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18:15 09.02.2020
Nach dem gemeinsamen Essen wurde mit den Jugendlichen eine Runde Billard gespielt. Quelle: Enrico Berg
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Wustermark

Lachen, Frohsinn, Musik und Stimmengewirr, das war das vorherrschende Bild am Freitag im Jugendklub Wustermark. Der Treffpunkt für Jugendliche im Mühlenweg 7 feierte die sechsjährige Trägerschaft des Humanistischen Freidenkerbundes Havelland (HFH). Für die Teenager und Betreuer gab es an diesen besonderen Tag selbst gebackene Pizza und Kuchen.

Am 1. Januar 2014 wurde der Jugendklub vom HFH eröffnet und erfreut sich seitdem eines regen Zulaufs. Mit neuem Personal und neuem sozialpädagogischem Konzept habe man den richtigen Weg eingeschlagen, sagt HFH-Vorsitzender Volker Mueller. Dass sich die Jugendlichen dort wohl fühlen, liege nicht nur an dem Angebot und den Räumlichkeiten. Man begegne sich hier mit den jungen Leuten auf Augenhöhe, das sei entscheidend.

Freunde treffen

Jugendliche im Alter von 10 bis 21 Jahren haben die Möglichkeit, montags bis samstags ab 15 Uhr ihre Freizeit dort zu verbringen. Sie können sich mit Freunden treffen, Musik hören, Billard, Kicker, Fußball und Tischtennis spielen. Auch eine Spielekonsole ist vorhanden. Wer es etwas kreativer mag, kann seinen künstlerischen Ambitionen an einer Graffiti-Wand freien Lauf lassen.

„Wir halten für die Jugendlichen einiges bereit. So haben wir in den Winterferien Serviettentechnik auf Vasen, Gestaltung von Nagelbilder, gesundes Kochen und einen Filmabend angeboten, das kam sehr gut an”, berichtet Jugendklubleiterin Christina Schaefer.

Herstellung von Schmuck

Das Angebot variiert, damit es nicht langweilig wird. So wurden bereits Traumfänger hergestellt und Filztaschen genäht. „Bei der Herstellung von Schmuck wie Perlenarmbänder und ähnlichem sind sogar die Jungs mit Feuereifer dabei, das sind ja auch immer schöne Geschenke” ergänzt die Sozialarbeiterin.

„Wir kommen hier sehr gerne her, dann treffen wir unsere Freunde und spielen an der Konsole. Die Betreuer sind echt super, die Jungs und die Mädchen vertragen sich hier auch sehr gut”, erzählen die 13-jährigen Freundinnen Francis und Celina.

Es wird gekocht und gebacken

Mindestens einmal im Monat wird mit den Jugendlichen gekocht oder gebacken. Dabei werden den Teilnehmern die Richtlinien zur gesunden Ernährung näher gebracht. „Das gemeinsame Kochen und das anschließende gemeinsame Essen ist bei unseren Besuchern am beliebtesten, das genießen alle sehr“, so Schaefer. Dazu gehöre im Anschluss auch der gemeinsame Abwasch.

Der Jugendklub ist nicht nur ein Aufenthaltsort, in dem junge Menschen ihre Freizeit verbringen können. „Hier haben die Jugendlichen einen gewissen Frei- und Schutzraum. Wenn Gefahr für Kinder und Jugendliche be- oder entsteht reagieren wir und suchen das Gespräch”, sagt Volker Mueller, Vorsitzender des HFH.

Jugendschutz wird groß geschrieben

Bei Auffälligkeiten gehe das geschulte Personal auf die Jugendlichen zu, biete Hilfe an und man suche gemeinsam nach Lösungsansätzen. Das sei eine wichtige Funktion eines Jugendklubs, denn Jugendschutz wird hier groß geschrieben.

Seit einem Jahr besucht Leon Alexander Mulsow regelmäßig den Jugendklub. „Ich bin durch einen Kumpel darauf aufmerksam geworden, mir gefällt es hier extrem gut.“ Und zwar so gut, dass der 16-jährige Wustermarker die Qualifikation zur Jugendleiter Card erworben hat und die Jugendklubleiterin ehrenamtlich unterstützt.

Angebote in Ortsteilen geplant

„Wir sind mit unserem Konzept zufrieden, wollen es so fortsetzen und dezentraler werden. Weitere Angebote der Jugendarbeit sind für verschiedene Ortsteile wie Priort und Elstal angedacht. Was gemacht wird und wie es aussehen kann, wird die Zeit zeigen” ergänzt Mueller.

Des weiteren ist er auch Jugendklubratsmitglied. Der Klubrat besteht aus sechs Jugendlichen, die von den anderen Jugendlichen gewählt wurden. „Wir geben den jungen Menschen nicht nur Themen und Angebote vor, sie können jederzeit eigene Vorschläge einbringen. Sollten diese in unserem finanziellen Rahmen liegen, versuchen wir sie umzusetzen”, erklärt Schaefer.

Das meiste Geld von der Gemeinde

Der Jugendklub in Wustermark wird zu einem Teil von der Gemeinde finanziert, diese übernimmt die Betriebs- und Sachkosten sowie einen Teil der Personalkosten. Der Landkreis finanziert zum Teil die Stelle der Klubleitung.

Der HFH als Träger trägt die Verwaltungskosten sowie die Kosten für fachliche Anleitung wie zum Beispiel Fortbildungen. „Das meiste Geld kommt von der Gemeinde“, so Mueller. „Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde ist sehr gut, darüber sind wir sehr erfreut.“

Von Hannelore Berg

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