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Wustermark Grüne wollen Radschnellweg von Priort nach Potsdam
Lokales Havelland Wustermark Grüne wollen Radschnellweg von Priort nach Potsdam
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19:21 12.06.2019
Sylvia Gehrke hat die Idee des Radschnellweges entwickelt. Quelle: privat
Wustermark

 „Mit dem Rad brauche ich von Priort bis Potsdam etwa die gleiche Zeit, wie mit dem Zug“, sagt Sylvia Gehrke. Und das, obwohl sie dabei in einigen Abschnitten zwischen Priort und Fahrland auf der Straße unterwegs sein muss und damit dem Verkehr ausgesetzt ist, weil es noch keinen durchgehenden Radweg in die Landeshauptstadt gibt.

Entlang der Döberitzer Heide

Für einen solchen will sich die Priorterin jetzt stark machen. Dazu hat sich Sylvia Gehrke, die sich im Umweltnetzwerk Wustermark engagiert und die Initiative „priortblühtauf“ gegründet hat, Verbündete bei den Wustermarker Grünen gesucht. Deren Antrag zum Ausbau eines Radschnellweges von Priort nach Potsdam fand sogar kurz vor der Kommunalwahl noch bei den Gemeindevertretern eine Mehrheit. Die Gemeindeverwaltung soll eine Kooperation mit der Stadt Potsdam zur Planung eines gemeinsamen Weges prüfen.

Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) findet die Idee gut, glaubt aber, „dass das eine schwierige Aufgabe wird wegen des Naturschutzes für die Döberitzer Heide.“ Denn in Teilen soll der Weg am Rande der Heide entlang führen, so jedenfalls haben es die Grünen vorgeschlagen.

Karls Erlebnis-Dorf könnte einbezogen werden

„Für den Radweg gibt es aus meiner Sicht zwei Varianten“, sagt Sylvia Gehrke. Die erste verläuft abseits des Verkehrs am äußeren Rand der Döberitzer Heide über den Potsdamer Weg in Priort. „Dank der landschaftlich reizvollen Lage könnte diese Streckenführung ein weiteres Plus bieten: die Verlängerung in Richtung Karls Erlebnis-Dorf in Elstal würde einen zusätzlichen Beitrag zur Entschärfung des Verkehrsproblems leisten“, glaubt Gehrke. Dieser „Erdbeerradweg“ würde Karls Erdbeerland, die Döberitzer Heide und die Metropole Potsdam wie an einer Perlenkette auffädeln und somit auch eine touristische Bedeutung haben. „Wir haben dabei auch an die 10000 Neu-Potsdamer aus der künftigen Krampnitz-Siedlung gedacht, die so auf umweltfreundliche Art einen attraktiven Ausflug machen können“, sagt Thomas Türk von den Grünen.

Weg ist auch neben der Straße möglich

Die zweite Möglichkeit entlang der Straße würde zwar nur einen Teil der Strecke entschärfen, würde für viele dennoch eine sichere Alternative zum Auto darstellen, so die Grünen. Potsdam und das Havelland sollten an einem Strang ziehen, um einen weiteren Schritt in Richtung umweltfreundliche Mobilität zu gehen“, hofft Thomas Türk.

Suche nach Fördermitteln

Zur Finanzierung des Radweges gibt es auch schon Ideen. Ins Auge gefasst haben die Grünen den Stadt-Umland-Wettbewerb mit hohen EU-Fördergeldern, der nachhaltige Mobilität als Schwerpunkt habe. „Das neue Klimaschutzprogramm könnte den Bau von Radwegen zusätzlich fördern. Ziel ist die Schaffung einer gesunden und umweltschonenden Alternative zum Auto und damit eine Entlastung des Verkehrs in der Region mit mehr Lebensqualität“, sagt Nina Albrecht, Sprecherin des Wustermarker Ortsverbandes Bündnis 90/Die Grünen. Thomas Türk würde auch regionale Gewerbetreibende und Unternehmen, die vom Tourismus profitieren, gern mit ins Boot holen.

Von Jens Wegener

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