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Wustermark Grundschule: Namensgeber Otto Lilienthal soll gewürdigt werden
Lokales Havelland Wustermark Grundschule: Namensgeber Otto Lilienthal soll gewürdigt werden
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18:14 09.05.2019
In Stölln steht dieses Denkmal von Otto Lilienthal. Quelle: Tobias Wagner
Wustermark

 Derzeit erinnert außen nur der Name über der Eingangstür der denkmalgeschützten Grundschule Wustermark an den Namensgeber Otto Lilienthal. Das könnte sich bald ändern. In der Gemeindeverwaltung hatte man sich im Zuge der Arbeiten am Erweiterungsbau überlegt, den deutschen Luftfahrtpionier stärker zu würdigen – mit Kunst am Bau.

Grundsätzlich sprachen sich die politischen Gremien dafür aus, sowohl im Sozial- und Bildungsausschuss als auch im Hauptausschuss. Jetzt geht es um das Wie. Im Gespräch sind ein Denkmal, ein Relief oder eine Skulptur.

Zwischen beiden Schulgebäuden

Letztere hatte die Verwaltung vorgeschlagen. „Die Skulptur könnte als verbindendes Element zwischen dem alten Schulhaus und dem Erweiterungsbau positioniert werden“, so Uwe Schollän von der Gemeindeverwaltung. Außerdem wäre der Standort geeignet, weil die Skulptur auch von der Hamburger Straße aus von Passanten als Kunstobjekt wahrnehmbar wäre.

Skizze vom Künstlerhof Brieselang

Nachdem es eine positive Resonanz auf die vom Märkischen Künstlerhof Brieselang gestalteten Figuren auf dem Brunnen in Wustermark gegeben hatte, lag es für die Verwaltung nahe, Künstler Guido von Martens um den Entwurf einer Lilienthal-Skulptur zu bitten. Eine entsprechende Skizze wurde erstellt. Sie zeigt den Moment kurz vor dem Abheben des Flugpioniers mit seinem entwickelten Flugapparat.

Bronzefigur auf hoher Säule

Laut ersten Überlegungen sollte die Figur des Flugpioniers aus Bronze sein, die Flügel mit einer Gesamtspannweite von sechs Metern aus Edelstahl. Die Skulptur würde auf einer etwa 4,50 Meter hohen Säule aus Edelstahl stehen. Die Kostenschätzung beläuft sich auf rund 30000 Euro, inklusive Material, Montage und künstlerisches Honorar.

Verwaltung prüft mehrere Varianten

Doch im Sozialausschuss gab es auch andere Ideen, wie Vorsitzende Christina Hanschke (SPD) sagt: „Es könnte statt einer Skulptur auch ein Wandrelief sein. Oder etwas anderes. Deshalb haben wir keine Empfehlung abgegeben.“ Im Hauptausschuss einigte man sich schließlich darauf, dass die Gemeindeverwaltung prüfen soll, welche Möglichkeiten und Arten von Kunst am Bau für den Grundschulstandort in Wustermark generell infrage kommen. Das Ergebnis wird in den politischen Gremien beraten. Auch die Schule soll eingebunden werden.

Die Finanzierung des Kunstprojektes, so schätzt die Gemeindeverwaltung ein, könnte aus den für den Erweiterungsbau eingestellten Haushaltsmitteln gesichert werden. Die Schlussrechnungen sollen voraussichtlich Ende Juni vorliegen. Reicht das Geld dafür nicht aus, gebe es die Möglichkeit über einen Nachtragshaushalt.

Von Jens Wegener

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