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Wustermark Gutshaus: Komplettsanierung oder nur die Hülle?
Lokales Havelland Wustermark Gutshaus: Komplettsanierung oder nur die Hülle?
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18:48 16.05.2019
Im Vorjahr berieten die Mitglieder des Wustermarker Bauausschusses im Gutshaus in Buchow-Karpzow. Quelle: Tanja M. Marotzke
Buchow-Karpzow

Etwa 700000 Euro hat die Gemeinde Wustermark bisher für die Sanierung des alten Gutshauses in Buchow-Karpzow eingeplant. Mit dem Geld soll die Fassade des 1730 für die Adelsfamilie von Bredow errichteten und zu DDR-Zeiten umgebauten Gebäudes energetisch erneuert werden. So hatten es die Wustermarker Gemeindevertreter beschlossen. Zumal der Gemeinde eine bis zu 75-prozentige Förderung in Aussicht gestellt wurde. Im zweiten Schritt, der terminlich noch nicht benannt wurde, sollte die Sanierung des Innenbereiches des Gutshauses, wo es unter anderem vier Wohnungen gibt, erfolgen. Jetzt könnte dieser Plan ins Stocken geraten.

Auswirkungen auf Innenwohnraum

In einem von der Gemeindeverwaltung in Gang gesetzten vereinfachten Vergabeverfahren für die Hüllensanierung hatten sich zwei Architekturbüros beworben. Beide kamen zu der Einschätzung, dass es Sinn macht, Hülle und Innenbereich zeitgleich zu erneuern. Denn: Im Zuge der Fassadenerneuerung werden die Fenster des Gebäudes symmetrisch angeordnet und die derzeitige Zugangssituation geändert. „Das hat unweigerlich Auswirkungen auf den Innenwohnraum. Es würde sich der Zuschnitt der Wohnungen ändern. Das hätte zur Konsequenz, dass die Wohnungen mitsaniert werden müssen“, so Wolfgang Scholz von der Gemeindeverwaltung.

Gemeindevertreter beraten Dienstag

Voraussichtlich in der nächsten Woche (Die Sitzung ist am Dienstag ab 18.30 Uhr in der Aula der Elstaler Oberschule) werden sich die Wustermarker Gemeindevertreter mit dem Thema befassen und einen Grundsatzbeschluss darüber fassen, ob das Gebäude in einem Zug komplett saniert werden soll. Das kostet nicht nur mehr Geld – inklusive Innenausbau und Dacherneuerung liegen die geschätzten Kosten bei 1,713 Millionen Euro –, sondern verlangt auch eine europaweite Ausschreibung. Die wiederum dauert.

Gebäude gehört der Gemeinde

Zuvor muss ein Ausbaukonzept für das Gutshaus her. Sicher ist, dass die Mietwohnungen – vier gibt es im Hauptgebäude und vier im Anbau – alle erhalten werden. Ebenso will man den Hauptraum im Erdgeschoss als Begegnungsstätte belassen wie auch den Raum für die örtliche Feuerwehr. Das Gebäude gehört der Gemeinde Wustermark, verwaltet wird es von der Ketziner Wohnungsbaugesellschaft (GWV).

Fördermittelantrag bis Mai 2020

Die Zeit sitzt der Gemeinde Wustermark im Nacken. Will man auf die Fördermittel für die Hülle nicht verzichten, muss der Fördermittelantrag bis Mai 2020 eingereicht sein. Bis dahin soll unter anderem die Förderfähigkeit des Innenbereiches abgefragt werden, um einen möglichen finanziellen Eigenanteil der Gemeinde Wustermark beziffern zu können. Zu klären ist zudem, wo die derzeitigen Mieter unterkommen, sollte eine Gesamtsanierung erfolgen.

Von Jens Wegener

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