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Wustermark Holzachterbahn bei Karls in Elstal
Lokales Havelland Wustermark Holzachterbahn bei Karls in Elstal
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14:45 22.04.2018
Die neue Achterbahn K2 wurde Samstag eingeweiht. Quelle: Tanja M. Marotzke
Elstal

Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber murmelt etwas von latenter Höhenangst. Landrat Roger Lewandowski schaut in die Höhe und sagt: „Ich fahre nicht jede Achterbahn, aber diese hier, da traue ich mich.“ Robert Dahl, Inhaber von Karls Erlebnis-Dorf an fünf Standorten in Deutschland, steht daneben und freut sich. Nach anderthalb Jahren der Planung, neun Millionen verbauten Euro und einer finalen Bauphase mit über 200 Mitarbeitern ist es geschafft – die K2-Achterbahn auf dem Elstaler Karls-Gelände wurde Samstag in Betrieb genommen. Hunderte Schaulustige waren dabei.

Achterbahn benannt nach Vater und Großvater

Vor vier Jahren, als es anstelle von Karls an der B 5 nur Staub und trockenes Gras gab, hätte niemand einen Euro darauf verwettet, dass an dieser Stelle mal eine der größten Touristenattraktionen von Berlin und Brandenburg entsteht.

In Karls Erlebnis-Dorf gibt es eine neue Attraktion: eine Kartoffelchipsfabrik mit Achterbahn

Robert Dahl: „Nach der temporären Schließung des Spreeparks gibt es keine einzige fest installierte Achterbahn mehr in Berlin und Brandenburg. Wir haben das nun geändert.“

Die K2-Achterbahn, benannt nach Robert Dahls Vater Karl-Heinz und dem Großvater Karl, bringt es auf eine Länge von 530 Metern. Die Fahrgäste werden mit bis zu 60 Stundenkilometern auf eine Höhe von 24 Metern befördert. In engen Kurven und steilen Rampen klammern sich die Fahrgäste kreischend an ihren Haltegriffen fest, während sie auf der Freiluftfahrt den perfekten Blick auf das gesamte Gelände haben. Bevor die Fahrt nach zwei Minuten auch schon wieder vorbei ist, saust die Achterbahn unvermittelt ins Erdreich. Der „Dark Ride“ ist das i-Tüpfelchen einer aufregenden Fahrt, die bei Karls künftig auch ältere Kinder und Erwachsene begeistern wird.

Drei Kartoffelsorten werden verarbeitet

Wer in hölzernen Loren durch die Luft brettern möchte, muss allerdings zahlen. 4,50 Euro kostet eine Fahrt, 12 Euro die Tageskarte. Eine Jahreskarte für 33 Euro ist in allen Karls-Parks gültig. Mit ihr können alle Geschwindigkeits-Süchtigen sogar einen eigenen Eingang nutzen, um deutlich schneller zur nächsten freien Holzlore zu kommen.

Die K2-Achterbahn gehört zur komplett neu gebauten Kartoffel-Erlebniswelt. Hier landen alle Fahrgäste automatisch nach dem Adrenalinkick in der Bahn. In einem Marktbereich gibt es alles rund um die Kartoffel, natürlich auch die in der gläsernen Manufaktur hergestellten, neuen Kartoffelchips.

Die selbst gemachten Kartoffelchips. Quelle: Tanja M. Marotzke

Drei seltene Kartoffelsorten geben den Chips drei Farben. Zum Einsatz kommen die Blaue Anneliese, die Gelbe Karlena und die Rote Emelie, dazu Rapsöl und selbst gewonnenes Ostseesalz. Zu fade, zu salzig, genau richtig – die ersten Testpersonen finden noch kein einheitliches Urteil über die neueste Manufaktur-Errungenschaft.

Bau der ersten Ferienwohnungen beginnt 2019

Neben dem Selbstbedienungsrestaurant „K2 Chips & Dips“ mit 160 Plätzen, das ausgefallene Speisen mit Kartoffelchips als Basis anbietet, gibt es einen Indoor-Spielplatz, der von der Berliner Seilfabrik aufgebaut wurde und die Kinder in luftiger Höhe durch die Erlebniswelt führt.

Robert Dahl lässt die Besucher bei der Eröffnung lauschen: „In der eigens für uns komponierten Musik, die in der Kartoffel-Erlebniswelt gespielt wird, sind alle Geräusche mit eingebettet, die bei der Herstellung der Kartoffelchips und später auch beim Verspeisen zu hören sind.“

Stillstand ist bei Karls nicht zu erwarten. Während noch immer nicht final geklärt ist, wie die zunehmenden Besucherströme über die B 5 zum Freizeitpark „Erdbeerland“ dem Areal der Löwenkaserne in Elstal gelenkt werden, steht eben dieses Projekt vor dem Start. Robert Dahl: „Im nächsten Jahr beginnen wir mit den Arbeiten an unserem Ressort – mit dem Bau der ersten 40 Ferienwohnungen in Form einer Erdbeere.“

Von Carsten Scheibe

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