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Wustermark Das Dorf soll nur behutsam wachsen
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17:15 11.02.2020
Die Wustermarker Verwaltung hatte die Erweiterung des Fördergebietes über die Potsdamer Straße(Mitte) hinaus empfohlen. Quelle: Jens Wegener
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Hoppenrade

In dem kleinen Wustermarker Ortsteil Hoppenrade bauen sich derzeit zwei Fronten auf, wenn es um die Einwicklung des Ortes geht. Die einen sagen, sie wollen das Dorf in der Struktur und Zusammensetzung der Einwohnerschaft möglichst wenig verändern. Die anderen plädieren dafür, dass der Ort stärker wachsen sollte, in dem neuer sozial-verträglicher Wohnraum geschaffen wird.

Förderkulisse ist nicht gleich Baugebiet

355 Einwohner leben derzeit in Hoppenrade. Etwa ein Siebtel von ihnen hatte sich Montagabend im Gemeindehaus eingefunden, um zu erfahren, wohin die Reise für Hoppenrade gehen soll und kann. Heike Roigk von der Wustermarker Gemeindeverwaltung stellte zunächst die Fläche vor, die aus Sicht der Verwaltung zu einer sogenannten Förderkulisse gehören könnte. „Wir reden hier nicht über Baumaßnahmen oder Baurecht. Wir reden über ein Areal, in dem es für Bauwillige die Möglichkeit geben soll, mit Hilfe von Fördermitteln des Landes neuen Wohnraum zu schaffen für sozial-schwache Familien oder Einzelpersonen.“ Zum Beispiel gehe es darum, nicht mehr genutzte Scheunen oder Gebäude umzunutzen.

Die vom Ortsbeirat Hoppenrade favorisierte Variante des Fördergebietes. Quelle: Jens Wegener

Grundsätzlich hat der Hoppenrader Ortsbeirat, zudem neben Ortsvorsteherin Martina Gerth (WWG) auch Thomas Türk (Grüne) gehört, nichts gegen eine Förderkulisse, aber sie wollen diese auf die rechte Seite der Potsdamer Straße (von Wustermark kommend) beschränken. „So wie es am 25. November hier im Ortsbeirat schon mal beschlossen wurde“, sagte Martina Gerth. Die jetzt auf Antrag eines Bürgers vorgesehene Erweiterung auf die andere Seite der Potsdamer Straße lehnen wir ab“, erklärte Thomas Türk. Er sehe keine Notwendigkeit für eine noch größere Förderkulisse. Wir sollten lieber dafür sorgen, dass nicht alle Scheunen abgerissen und dafür neue Gebäude gebaut werden. Das könnte man mit der Ausweisung eines Sanierungsgebietes regeln“, so Türk.

Mehrheit der Bürger ist auch für die kleine Variante

Die große Mehrheit der anwesenden Hoppenrader schloss sich der Meinung des Ortsbeirates an. Auch Ex-Ortsvorsteher Uwe Menzel traut dem Frieden nicht und befürchtet: „Wenn die Förderkulisse erstmal da ist, ist der Grundstock für weitere Bebauungen gelegt. Aber so eine Verdichtung, vielleicht sogar mit Mehrfamilienhäusern wie in der Neuen Siedlung in Wustermark, wollen wir nicht.“

Wustermarker Gemeindevertreter entscheiden

Das Argument, man müsse den Bewohnern beider Seiten der Potsdamer Straße die Chance einräumen, mit Fördermitteln neuen Wohnraum zu schaffen, ließ Thomas Türk nicht gelten. „Dann müssten wir die Förderkulisse auf ganz Hoppenrade ausdehnen. Außerdem gibt es in den anderen Wustermarker Ortsteilen Beispiele, wo teilweise einzelne Grundstücke zur Förderkulisse dazugezählt werden.“ Das letzte Wort zu den Ausmaßen der Förderkulissen in den Ortsteilen haben die Wustermarker Gemeindevertreter am 3. März, wenn sie über die Wohnungspolitische Umsetzungsstrategie der Gemeinde befinden.

Von Jens Wegener

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